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The forest in autumn at sunset

Bild: Getty Images

Der Klassiker für die Übergangszeit

Wenn es um Laufoberbekleidung für den Jahreszeitenwechsel geht, kommt man an Laufwesten nicht vorbei. Denn diese sind deutlich besser als ihr immer noch angekratzter Ruf.

Text: Daniel Becker

Wie oft haben Sie schon draußen gestanden und gedacht: „Das ist aber echtes Übergangswetter heute!“? Besonders häufig ist Ihnen das wahrscheinlich noch nicht passiert. Trotzdem haben Sie sich im Alltag bestimmt schon mal mit „Übergangskleidung“ eingedeckt. Und das aus gutem Grund. Denn letztlich ist es ja so: An den meisten Tagen, an denen Sie nicht wissen, was Sie bei diesem so schwer einzuschätzenden Wetter eigentlich anziehen sollten, liegen Sie am Ende mit der Entscheidung, zur Übergangskleidung zu greifen, meistens gar nicht so falsch – im Alltag, aber auch bei der Suche nach dem passenden Laufoutfit. Der Klassiker dabei sind auch in diesem Jahr die Laufwesten.

Der Mix macht’s

Je nach Temperatur und Windstärke eignet sich die ärmellose Oberbekleidungsvariante sowohl als „Second Layer“ wie auch als „Third Layer“, also als oberste Schicht über Funktionsunterwäsche und einem atmungsaktiven Lang- oder Kurzarmshirt, oder mit nur einer darunter liegenden Schicht, dem „Baselayer“. Nur eines empfiehlt sich nicht: Auf nackter Haut sollten Sie die Weste nicht tragen. Die große Stärke der Laufwesten liegt in dem guten Mix, den sie bieten. Zum einen sorgen sie dafür, dass – vor allem zu Beginn des Laufes – den Rumpf warm gehalten wird, gleichzeitig aber bringen sie auch eine gut funktionierende Atmungsaktivität mit. Die Wärmeabgabe und der Flüssigkeitsaustausch funktionieren zusätzlich über die nicht von der Weste bedeckten Arme und Hände. Je nach Modell sorgen zusätzlich eingearbeitete Mesh-Einsätze – meist am Rücken oder an den Seiten – für eine bessere Durchlüftung. Bei Läufen im Regen sollte man prinzipiell zwar eher auf wasserabweisende Laufjacken zurückgreifen, doch ein trocken angefangener Lauf muss ja nicht zwingend auch trocken zu Ende gebracht werden. Deswegen blicken wir in unserer Übersicht ebenfalls darauf, welche Westen auch im Regen nicht schlappmachen.

Unterschiedliche Schwerpunkte

Neben der Vorzügen der Atmungsaktivität und dem Warmhalte-Effekt punkten die Laufwesten vor allem mit ihrem geringen Gewicht. Dadurch sind sie in der Regel extrem einfach zu verstauen und sollten bei einem längeren Lauftrip im Rucksack auf keinen Fall fehlen. Dennoch sind nicht alle Laufwesten gleich. Die Hersteller setzen bei der Konzeption unterschiedliche Schwerpunkte – herauskommen dabei die unterschiedlichsten Modelle. Daher war es unser Ziel, möglichst alle Facetten in der Marktübersicht darzustellen. Mit dabei sind unter anderem ultraleichte Westen, die sich vor allem für den Einsatz bei nur leichtem Wind perfekt eignen, ebenso wie gut isolierende Westen aus unterschiedlichen Materialien, mit denen Sie auch an kälteren Tagen optimal ausgerüstet sind. Auch der Sicherheitsaspekt kommt nicht zu kurz, denn Westen mit vielen Sichtbarkeitsdetails für Läufe in der Dämmerung sind in der Übersicht ebenfalls vertreten. Auch das Thema Platzangebot findet natürlich Berücksichtigung. Fast alle Modelle sind mit Taschen ausgestattet, die sich mit einem Reißverschluss verschließen lassen. In manche passt ein Schlüssel, in andere ein ganzer Schlüsselbund – und vielleicht sogar noch ein Päckchen Tempos. Manche Westen sind echte Alleskönner, haben dann jedoch auch ihren Preis. Das Angebot ist groß, die Nachfrage nicht unbedingt. Ihren Ruf, ein entbehrliches Teil im Sportfach der Läufer-Kleiderschränke zu sein, haben die Westen noch immer nicht abgelegt. Dabei sind sie so vielseitig einsetzbar: bei Wind an kalten sowie an warmen Tagen das ganze Jahr über. Und natürlich erst recht in der Übergangszeit.