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42km_copyright Fabian Bodet-11

Weißer Riese

Der Marathon du Mont Blanc zählt zu den großen Klassikern in der Laufszene. Wer davon träumt, mit den großen Trailläufern dieses Planeten gemeinsam an der Startlinie zu stehen und anspruchsvolle Trails in beeindruckender Landschaft zu erleben, der ist in Chamonix genau an der richtigen Stelle.

Kilian Jornet ist ein absoluter Superstar. Zwar ist er, zumindest im herkömmlichen Sinne, nicht mit einem Popstar zu vergleichen. Aber was sich am Wochenende des Marathon du Mont Blanc in der altehrwürdigen, malerisch in den französischen Alpen gelegenen Stadt Chamonix, rund um den Doppel-Everest-Bezwinger und Trailläufer abspielt, ist eigentlich nicht mit Worten zu beschreiben. Es zu erleben jedoch absolut beeindruckend. Doch der Reihe nach.

Chillen mit den Trail-Stars

Ich treffe Kilian am Abend vor dem Start des Marathons in einem der Häuser in Chamonix, in denen viele der Athleten untergebracht sind. Die Atmosphäre hat etwas Familiäres, es wirkt wie eine Sportler-WG. In einem kleinen Garten sitzen oder liegen die Läufer und besprechen mit ihren Betreuern und Ausrüstern Details und Taktiken des am nächsten Morgen anstehenden Rennens. In einer Ecke des Gartens stehen zwei Zelte. Wieder andere Athleten und Hausbewohner kochen gemeinsam in der Küche. Auf insgesamt drei Häuser verteilen sich die Mitglieder des Salomon-Teams. Häuser ohne viel Schnickschnack, spartanisch, aber gemütlich eingerichtet – eine vom Ausrüster bewusst gewählte Unterbringung: raus aus der Stadt, die Stars der Trailszene ein wenig abschotten, Teamspirit fördern. Die Gespräche zwischen den einzelnen Athleten werden immer wieder von einem Lachen unterbrochen. Die Stimmung ist fokussiert, jedoch entspannt, fast schon locker. Nach dem Abendessen findet das Briefing für das Rennen statt. Ich darf teilnehmen, setze mich an den langen Esstisch und lausche gespannt den Ausführungen.

Beim Rausgehen erhasche ich noch einen Blick auf ein paar Bergstiefel. „Mit diesen Stiefeln war Kilian gestern noch auf dem Mont Blanc und davor auf dem Mount Everest“, erklärt mir einer der Hausbewohner, als er meinen Blick auf die mit einer gelben Hülle geschützten Stiefel bemerkt. „Wie cool ist das denn?“, denke ich mir insgeheim und grinse. Das ist dann wohl mal eine spezielle Form des Taperns, beziehungsweise Anschwitzens, vor einem der strapaziösesten Marathonläufe im Wettkampfzirkus: mal eben auf den höchsten Berg Europas. Gut, die Form scheint bei Herrn Jornet jedenfalls zu stimmen. Dass diese Stiefel auch auf dem höchsten Punkt der Erde unterwegs waren, darüber sinniere ich auf dem Weg zurück in meine Unterkunft.

FASZINIERENDE BERGWELT

Der nächste Morgen bringt das ersehnte gute Wetter. Ganz im Gegensatz zum letzten Jahr, als es wie aus Eimern goss. Wie bei jedem Marathon gilt auch in Chamonix: Der frühe Vogel läuft die Rennen. Ich bin mit einer Gruppe Journalisten verabredet. Wir werden den Marathon vom Start in Chamonix durch das wunderschöne Tal in Richtung Vallorcine begleiten, zwischendurch an ein, zwei Wegpunkten auf das Feld warten und so einen Überblick über die Rennsituation erlangen. Dann den Weg zurück Richtung Ziel in Planpraz antreten bzw. fahren, denn wir sind mit einem Minibus unterwegs.

Auf meinem Weg Richtung Abfahrtspunkt treffe ich auf viele sich warm machende Läufer. Eine leichte Nervosität hat sich seit gestern Abend über die kleine Stadt unterhalb des erhabenen Mont Blancs gelegt. Diese Anspannung, die die meisten Läufer vor einem Rennen heimsucht, eine Mischung aus Vorfreude und Ungewissheit, hat sich an diesem Rennwochenende von Freitag bis zu diesem Sonntagmorgen durchgezogen. Verschiedene Rennen verteilten sich über die letzten drei Tage. So erlebte ich bei meiner Anreise freitags ein beeindruckendes Vertical Race. 1.000 Höhenmeter auf 3,8 Kilometer Streckenlänge, ein Lauf gegen die Uhr, der oder die Schnellste siegt. Trotz all der Anstrengung ist es ein Spaß für Aktive und Zuschauer. Die Belohnung: ein kaltes Getränk und die sagenhafte Aussicht von Planpraz auf den Mont Blanc und die umliegenden Berge – einfach atemberaubend schön. Eine Kollegin und ich fangen an darüber zu philosophieren, ob es nun schöner ist, in den Bergen oder am Meer zu leben. Wir kommen beide zu dem Schluss: In so einer Umgebung hast du alles, um glücklich zu sein, und brauchst auch kein Meer.

EINE STADT IM LAUFFIEBER

Weitere Rennen runden das Wochenende in den französischen Bergen ab. So sind in diesem Jahr die 23 Kilometer wieder in den Kalender aufgenommen worden. Die 23 Kilometer, mit denen 1979 alles begann, bis 2003 die Marathondistanz hinzukam. Des Weiteren dürfen sich die Trailäufer als Duo-étoilé im Teamlauf versuchen oder gleich aufs Ganze gehen und die 80 Kilometer erlaufen. In und um Chamonix ist also viel los an diesen Tagen, die ganze Stadt ist im Lauffieber. Bis spät in die Nacht werden beispielsweise am Samstagabend Läufer der 80-Kilometer-Distanz mit stehenden Ovationen begrüßt. Menschen, die an einem angenehm warmen Abend durch Chamonix flanieren, bleiben stehen, klatschen, feuern an, beim Essen Sitzende stehen auf und tun es ihnen gleich. Magisch sind diese Momente für alle, die den Laufsport lieben, ob laufend oder schreibend, einfach sensationell.

COMEBACK GELUNGEN

Zurück zum Sonntagmorgen. Meine Kollegen und ich machen uns auf den Weg zum Bus. Wir werden uns vor dem Start des Marathons aus Chamonix hinaus bewegen müssen, da wir sonst im Stau der begleitenden Fanfahrzeuge stecken bleiben könnten, das erklärt mir ein Kollege. Kurz vor Erreichen des Fahrzeuges läuft Kilian an uns vorbei. Er ist auf dem Weg zur Startaufstellung. Begleitet wird der Topstar schon frühmorgens von zahlreichen Menschen, entweder durch Applaus oder gar nebenher laufend. „Für Kilian ist es teilweise nicht so einfach, sich in der Öffentlichkeit von Chamonix zu bewegen. Im letzten Jahr haben sich so viele Menschen nach seinem Sieg um Kilian gedrängt, dass wir ihn nur mit Mühe aus der Masse herausziehen konnten. Einmal befreit, sind wir dann im Spurt Richtung Auto und dann raus“, erklärt mir Jordi, ein Mitarbeiter von Kilians Management Lymbus. Bei uns in Deutschland gibt es keinen solchen Superstar des Laufsports, der sich mit Kilian Jornet vergleichen ließe.

Mit diesen Geschichten im Kopf fahren wir im Auto los und erleben einen Marathon, der viele Menschen entlang der gesamten Strecke in seinen Bann zieht. Ein Tour-de-France-Feeling an den Berghängen, wo Menschen, dicht an den Singletrails stehend, die Läufer frenetisch unterstützen. Kilian Jornet feiert am Ende ein erfolgreiches Comeback und siegt – nach überstandenem Beinbruch – mit einer Zeit knapp unter vier Stunden beim zweiten Rennen der Golden Trail Series. Chapeau!

Text: Ralf Kerkeling

 

Resting at Murray Hut 4530m

Bottom Up: Vom tiefsten Punkt Chiles auf den höchsten Vulkan der Welt

Ultratrailläuferin und Abenteurerin beendet die vierte Etappe ihres Projekts „Bottom Up Seven Volcanic Summits“ erfolgreich. Sie will die jeweils höchsten Vulkane aller sieben Kontinente bezwingen- by fair means: alles aus eigener Muskelkraft!

St. Moritz, 8.1.19 – Die Extremsportlerin Anne-Marie Flammersfeld hat die vierte Etappe ihres neuen Ausdauersport-Projekts „Bottom Up Seven Volcanic Summits“ erfolgreich abgeschlossen und mit dem Ojos del Salados in Chile den mittlerweile vierten von sieben Vulkanen bezwungen. Dabei ist sie vom tiefsten Punkt Chiles in Bahia Inglesa am Pazifischen Ozean auf Meereshöhe gestartet und hat den Gipfel des Ojos del Salados mit einer Höhe 6893 Metern innerhalb von zehn Tagen erreicht. 

Den ersten Teil der insgesamt 330km langen Strecke hat sie bei bis zu 40 Grad mit dem Mountainbike über staubige Straßen durch die Atacamawüste zurückgelegt. Die folgenden Tage wurden dazu genutzt, sich für die gewaltige Höhe des höchsten Vulkans des Welt zu akklimatisieren. Dazu unternahm Flammersfeld immer wieder kleinere Wanderungen auf höher gelegene Gipfel (rund 6100 Meter hoch), um dann auf eine Höhe von 4520 Meter auf die Murray-Hütte zurückzukehren. Begleitet wurde sie von ihren Teammitgliedern Giuseppe Milanesi und Alessio Piccioli, die im Vorfeld den größten Teil der Strecke per GPS planten.

Anne-Marie Flammersfeld: „Besonders die Strecke per Mountainbike war aufgrund der hohen Temperaturen und der sandigen Wüstenstraßen sehr anspruchsvoll. Die größte Herausforderung war allerdings die Höhenanpassung. Da wir nicht unendlich Zeit hatten, mussten wir im Vorfeld in heimischen Gefilden schon Anpassungstouren unternehmen. Ich habe mich zudem mit einem Höhentrainingszelt in der Wohnung bis auf eine Höhe von 4500 Metern anpassen können. Im Nachhinein kann ich sagen, dass das wirklich gut funktioniert hat!“

Der Aufstieg 

zum Gipfel ist mit 3,5 Kilometern und 1100 Höhenmetern nicht besonders lang. Wenn man aber bedenkt, dass der Start auf einer Höhe von 5832 Metern erfolgt, dann muss das Tempo dementsprechend angepasst werden. Flammersfeld und Milanesi erreichten den Gipfel des Ojos del Salados nach 6 Stunden 30 Minuten. Piccoli litt an einem akuten Grippevirus und konnte nicht auf den Gipfel steigen.

Aufgrund der extremen Höhe und des sandigen Geländes entschied sich das Team jedoch eine Teilstrecke von 20 Kilometern mit dem Auto zu bewältigen.

Bottom Up Seven Volcanic Summits

Im Rahmen des Extremsportprojekts „Bottom Up Seven Volcanic Summits“ wird Anne-Marie die jeweils höchsten Vulkane aller sieben Kontinente bezwingen. Startpunkt ist der tiefste Punkt des jeweiligen Landes. Dabei verzichtet sie auf motorisierte Hilfsmittel und verlässt sich ausschließlich auf ihre Muskelkraft. Die Strecken werden laufend, wandernd, radfahrend oder auch auf Skiern zurückgelegt.                                                                                  Anne-Marie trägt während der Touren einen GPS-Responder, der ihren aktuellen Standort übermittelt. Auf der Internetseite www.bottomupclimbs.org kann man nachvollziehen, wo sie sich gerade aufhält.

 Das Projekt umfasst in den kommenden Jahren folgende weitere Vulkane:

  • Europa: Mount Elbrus (5642m) in Russland
  • Antarktis: Mount Sidley (4181m)
  • Ozeanien: Mount Giluwe (4367m) in Papua Neuguinea

Bereits im Jahr 2014 konnte Anne-Marie samt Team den Mount Damavand im Iran im Bottom Up Climbs Stil besteigen. Im Jahr 2015 folgte der Kilimandscharo, der höchste Vulkan und Berg Afrikas mit einer Höhe von 5892 Metern. Dort stellte Flammersfeld auch einen neuen weiblichen Speedrun-Weltrekord auf und erreichte den Gipfel in 8 Stunden 32 Minuten. Im Jahr 2016 ging es auf den höchsten Vulkan Nordamerikas, den Pico de Orizaba. Dieser Vulkan ist 5636 Meter hoch und wurde vom Team im letzten Abschnitt mit den Tourenski bezwungen.

Wie mit all ihren Rennen unterstützt Anne-Marie auch mit dem Seven Volcanics Bottom Up-Projekt die Paulchen Esperanza Stiftung, für die sie als Botschafterin tätig ist. Die Stiftung setzt sich insbesondere für die Belange benachteiligter Kinder in Entwicklungs- und Schwellenländern ein. 

Über Anne-Marie Flammersfeld

Anne-Marie Flammersfeld ist Diplom-Sportwissenschaftlerin und Ultratrailläuferin. Im Jahr 2012 gewann sie als erste Frau weltweit die „4 Deserts Series“ von Racing the Planet. Dabei legte sie in einem Jahr jeweils 250 Wüstenkilometer in 

der trockensten, der windigsten, der heißesten und der kältesten Wüste der Welt zurück. Im April 2014 siegte sie mit 4:52:45 Stunden beim UVU Nordpolmarathon und stellte damit einen neuen Streckenrekord auf. Im Juni 2014 wurde sie Erste beim anspruchsvollen Zugspitz Ultra Trail, bei dem sie in 13:53:21 Stunden die Distanz von 100 Kilometern und 5400 Höhenmetern im Aufstieg zurücklegte. In den folgenden Jahren erzielte sie beim Transatlas Marathon, Trans Alpine Run oder beim Dolomiti Extreme Run Top 3 Resultate. Seit 2015 ist sie Mitglied der Deutschen Nationalmannschaft Ultratrail und belegte mit dem Team im Jahr 2015 den 4. Platz. Das Andorra Ultra Race im Juli 2018 gewann sie ebenfalls und konnte den alten Streckenrekord um 30 Minuten verbessern.

Mehr über die deutsche Ausdauersportlerin, die im Schweizer St. Moritz das Personaltrainingunternehmen all mountain fitness betreibt, erfahren Sie unter http://annemarieflammersfeld.blogspot.de/  oder www.allmountainfitness.ch .

 Kontakt

Anne-Marie Flammersfeld, +41 79 433 67 02, anne-marie@allmountainfitness.ch

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Richtig abgebogen

Wenn man bei Läufern zwischen Straße und Trail unterscheidet, dann ergibt sich die logische Schlussfolgerung, dass alles was sich nicht auf der Straße abspielt, Trailrunning sein muss. Ganz so einfach ist es dann doch nicht, wie uns Blogger Steve Auch erklärt.

Während eine Straße immer den gleichenUntergrund aufweist und sich lediglich in der Steigung unterscheidet, ist das beim Trailrunning ein bisschen vielfältiger. Hier gibt es steile, flache, breite, schmale, technische, alpine, weiche, harte Trails in allen Variationen und Schwierigkeitsgraden. Seine erste Trailrunning-Erfahrung kann man also schon sammeln, wenn man einfach mal auf der gewohnten Laufrunde nach links in den Wald abbiegt und die Herausforderung auf dem wechselnden Untergrund sucht. Für die ersten Laufschritte auf dem Trail benötigt man also nicht unbedingt neue und zusätzliche Ausrüstung, denn um einfach mal für etwas Abwechslung zu sorgen, muss man einfach nur abbiegen. Ist man einmal mit dem Trailrunning-Virus infiziert, dann wird es aber nicht einfach bei „nur“ einer kleinen Runde im heimischen Stadtwald bleiben, denn irgendwann zieht es jeden raus auf die wilden Trails, die sich schmal und schnell durch die Wälder ziehen oder die steil und luftig auf die Berggipfel führen.

Niemand wird als Ultraläufer geboren oder rennt vom ersten Tag an auf messerscharfen Gipfelgraten der Sonne entgegen. Während man Bergauflaufen noch gut in Treppenhäusern oder auf Steppern trainieren kann, lernt man Bergablaufen nur durch Bergablaufen; und das braucht Zeit. Körper und Kopf müssen trainiert werden, denn auch wenn es im Grunde „nur“ Laufen ist, gehört das nötige Training schon dazu. Mit der Begeisterung für das Trailrunning, wachsen auch die Umfänge und letztlich auch das Schuhregal und der Kleiderschrank. Das Wichtigste sind natürlich die Schuhe und hier bietet der Markt eine schier unendliche Auswahl. Im Prinzip kann man mittlerweile für jedes Terrain, abgestimmt auf Wetter und Streckenlänge, einen passenden Schuh kaufen. Für den Anfang ist man mit einem klassischen Allrounder am besten bedient. Werden die Läufe länger, bieten sich gedämpftere Modelle an. Wer oft in den Bergen unterwegs ist, legt großen Wert auf den nötigen Grip der Sohle und die Stabilität des Schuhs im Allgemeinen. Wer viel auf weichem Untergrund unterwegs ist und am liebsten auch noch bei Regen, der benötigt ein entsprechend tiefes und stabiles Profil, das sich ordentlich in den Boden eingräbt.

Die richtige Ausrüstung

Je länger die Läufe werden, desto mehr muss man auf alle Eventualitäten eingestellt sein. Somit führt irgendwann kein Weg an einem Laufrucksack vorbei, um das nötige Equipment auch bequem transportieren zu können. Bei mir ist das Handy bei jedem Lauf dabei, denn Fotos kann man nie genug machen und natürlich ist es sinnvoll, wenn man abseits der frequentierten Wege unterwegs ist, für den Fall der Fälle erreichbar zu sein bzw. jemanden zu erreichen. Je nach Wetterlage kommen noch Wechselklamotten, eine Wind- oder Regenjacke, Mütze und Handschuhe mit rein. Essen und Trinken dürfen natürlich genauso wenig fehlen wie ein kleines Erste Hilfe Set. Wenn man sich in der Gegend nicht auskennt, dann ist eine Karte absolut sinnvoll. Essen und Trinken packt man lieber auch etwas mehr ein, denn man weiß nie, ob die ausgesuchten Berghütten schon geöffnet haben oder ob die Buslinie wirklich noch existiert. Der Notgroschen für das Taxi oder die rettende Cola an der Tankstelle darf auch nicht fehlen. Für die ersten langen Läufe bzw. Läufe in unbekannten Gegenden sollte das Motto in Bezug auf die Ausrüstung immer lauten: Lieber haben, statt brauchen!

Mit der Zeit bekommt man ein Gefühl dafür, welche Ausrüstung man auf welchen Lauf mitnehmen sollte. Nach nunmehr über sechs Jahren „Trailrunning-Erfahrung“ weiß ich ziemlich genau, was mich auf meinen Läufen erwartet. Ich kann das Wetter sehr gut einschätzen und weiß, auf welchen Wetterbericht ich mich verlassen kann und wie ich die verschiedenen Vorher sagen einschätzen muss. Auch kenne ich meine Gegend so gut, dass ich weiß, wo ich viel Wasser auf einen Lauf mitnehmen muss und wo ich eventuell auch für drei Stunden nichts mitnehmen muss, weil die Bäche genügend Wasser führen. Trailrunning ist keine Raketenwissenschaft und auch keine Materialschlacht. Im Grunde hat jeder das Zeug und die Ausrüstung um schon morgen ein kleines Abenteuer auf den Trails zu starten. Einfach mal abbiegen!

Text: Steve Auch