Die neue aktivLaufen ist da!

AktivLaufen 04/26 jetzt am Kiosk! Historischer Weltrekord, Extremläufer und Sehnsucht nach Natur: Die Laufwelt ist im Wandel. Und die junge Generation findet ihr Glück nicht mehr in der Jagd nach Bestleistung, sondern in der Suche nach Einzigartigkeit.

Die Saison der Frühjahrsmarathons endete mit einer Sensation: Knapp sieben Jahre, nachdem Eliud Kipchoge bei der Ineos 1:59 Challenge“ als erster Mensch die Marathon-Distanz inoffiziell unter zwei Stunden lief, durchbrachen beim London-Marathon gleich zwei Läufer die magische Sub-2-Grenze. Sabastian Sawe drang mit seiner Fabelzeit von 1:59:30 Stunden in neue Sphären vor. Der Kenianer unterbot nicht nur Kipchoges Zeit um zehn Sekunden – Sawe pulverisierte den bestehenden Weltrekord gar um mehr als eine Minute. Nur die Zeit wird zeigen, ob die historische Bestmarke von Sabastian Sawe über Jahrzehnte bestehen bleibt oder ob sie nur der erste Schritt war, die Grenzen des menschlichen Körpers noch weiter zu sprengen.

Auch Arda Saatci ging an seine Grenzen: Bei seiner Challenge „Ultra 600“ wollte der Extremsportler 600 Kilometer von Death Valley bis zum Santa Monica Pier am Pazifik in 96 Stunden bewältigen. Mit der Unterstützung seines Sponsors, einem Energy-Drink-Hersteller, wurde die Challenge des Ultraläufers medial begleitet. Millionen Menschen fieberten über Tage mit Saatci mit, verfolgten seine Hochs und Tiefs, die emotionalen Momente des Teams und zollten Respekt vor seiner Leistung. Wir haben mit dem „Cyborg“ über seinen „Ultra 600“ gesprochen (S. 74).

Gerade durch Athleten wie Arda Saatci ist der Lauf- boom noch immer ungebrochen, allerdings sehen wir in solchen extremen Herausforderungen auch einen gefährlichen Trend. Wenn Menschen 600 Kilometer in kürzester Zeit laufen oder bei einem Backyard Ultra in gesundheitsgefährdende Distanzen driften, wird selbst der Marathon zu einem „lockeren Longrun“ degradiert. In einer von Social Media getriebenen Welt jagt man nicht mehr Bestzeiten hinterher, sondern Extremen. Doch es gibt natürlich auch noch diejenigen, die Laufen als Ausgleich sehen und sich in Wälder oder in die Berge flüchten – Trailrunning wird in der Lauf-Community immer beliebter, selbst unter ambitionierten Straßenläufern. Weshalb das so ist und wieso alle Athleten vom unweg- samen Terrain profitieren, erklärt unsere Expertin Shadi Pöpel (S. 12).

Hier geht es zum Abonnement

  • Verbessere deinen Lauf!

    • Verpass keine Ausgabe mehr.
    • Sichere dir zwei Prämien.
    • Abonniere aktiv Laufen!
  • Abo

    inklusive

    2 Prämien