Bild: Michael Strokosch

BARMER Alsterlauf Hamburg

Die Zeiten scheinen bereits in Vergessenheit geraten: Tage, an denen leicht bekleidete Athleten zugleich nervös und doch voller Vorfreude in einem Pulk an einer Startlinie standen und gemeinsam dem Startschuss eines bevorstehenden Wettkampfs entgegenfieberten. Vereinzelt finden zwar Laufevents statt, doch die anhaltende Corona-Pandemie zwingt sowohl Teilnehmer als auch Organisatoren dazu, sich strengen Hygiene-Konzepten zu unterwerfen: Mund- und Nasenschutz im Start- und Zielbereich sind Pflicht, ein begrenztes Teilnehmerfeld soll die Ansteckungsgefahr reduzieren, Fans und Zuschauer werden gebeten, gar nicht erst am Streckenrand zu stehen. Dass Veranstaltungen überhaupt ausgetragen werden, ist unter diesen Umständen nur ein Trostpflaster.

Laufen wird virtuell

Gewiss ist, dass die Normalität, die wir einmal kannten, noch weit von uns entfernt ist. Dinge, die für uns einmal selbstverständlich waren, kommen einem merkwürdig, fast schon seltsam vor. Ein Handschlag zur Begrüßung, eine herzliche Umarmung, überfüllte Straßenbahnen, Bäckereien ohne Warteschlange. Zugegeben: Auf manche Dinge können wir sicherlich noch eine Weile verzichten, aber das meiste können wir kaum erwarten. Die Idee von virtuellen Läufen mag insbesondere für Laufanfänger ein seichter Einstieg in die wettkampforientierte Welt des Ausdauersports sein. Die Mehrheit der Hobbyathleten sehnt sich jedoch danach, gemeinsam mit Gleichgesinnten an der Startlinie zu stehen, nicht nur gegen die eigene persönliche Bestzeit, sondern auch gegen echte Konkurrenten zu laufen und die Finisher-Medaille im Zielbereich gebührend von einem Helfer um den Hals gehängt zu bekommen. Nach fast eineinhalb Jahren ohne Lauf-Wettkämpfe ist es an der Zeit zur Normalität zurückzukehren.

Der BARMER Alsterlauf

Nach einem virtuellen Lauf im letzten Jahr, findet der BARMER-Alsterlauf am 05. September 2021 in seiner 32. Auflage statt. Die Teilnehmer laufen dabei auf der wunderschönen 10-Kilometer-Strecke rund um die Alster. Während sich die Hobbyläufer an der traumhaften Aussicht erfreuen können, treiben sich die schnellsten unter ihnen auf dem flachen AIMS-zertifizierten Kurs zu sensationellen Zeiten von unter 30 Minuten an. Um verantwortungsvoll mit der immer noch bestehenden Pandemiesituation umzugehen, hat der Veranstalter ein Hygienekonzept erstellt und bei der Gelegenheit gleich die Veranstaltung für die Teilnehmer verbessert: So wird der Start- und Zielbereich nach vielen Jahren wieder zurück auf den Ballindamm verlegt, von wo aus es um das nasse Herz von Hamburg geht. Der Blick auf die Binnenalster samt Jungfernstieg wird so nicht nur von der Kennedybrücke, sondern auch aus nächster Nähe erlebbar. Die große Anzahl an Eventpunkten soll zusammen mit den Zuschauern für ein unvergessliches Erlebnis sorgen. Der BARMER Alsterlauf möchte an vergangene Läufe anknüpfen und gleichzeitig den Weg zurück zur Normalität bahnen.

TEXT: Katharina Hauptvogel