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Checkliste für deinen Laufschuh

Für EinsteigerInnen ist es vielleicht am schwierigsten, den passenden Laufschuh zu finden. Denn ihnen fehlt der Überblick über das Sortiment und das entsprechende Know-how. Außerdem haben sie keinerlei Vergleichswerte. Doch keine Sorge: Mit dieser Checkliste findest du das passende Schuhwerk für deine Füße!

Generell sei eines gesagt: Wer erfolgreich und besonders gesund laufen möchte, der braucht entsprechend gutes Schuhwerk dafür. Als Neuling sollten folgende Begriffe eine übergeordnete Rolle bei der Wahl des Laufschuhs spielen:

  • dämpfen
  • führen
  • freigeben
  • festhalten

Laufschuh – die Dämpfung beachten

Selbst für normalgewichtige EinsteigerInnen sind die Kräfte, welche während der natürlichen Laufbewegung auf Fuß, Bein, Hüfte und Rücken wirken, nicht zu unterschätzen. Erstes Augenmerk solltest du daher auf eine solide Fersendämpfung legen. Durchweg harte Sohlen sind hier völlig fehl am Platz! Mit der optimalen Dämpfung kann sich dein Bewegungsapparat ideal an die mitunter ungewohnte Beanspruchung gewöhnen.

Bewegung führen

Nach dem Landen auf der Ferse folgt das Abrollen. Die natürliche Abrollbewegung verläuft vom äußeren Fersenbereich diagonal zum inneren Fußballen. Dabei träg das Fußgewölbe das gesamte Körpergewicht nahezu alleine. Der Druck auf die Fußknochen ist beim Laufen zudem deutlich höher als beim Gehen. Sind deine Muskeln und Bänder, die das Gewölbe stabilisieren, zu schwach, drückt sich der Bogen platt und der gesamte Fuß sinkt zur Innenseite ein. Das sogenannte Überpronieren kannst du verhindern, indem du mit einer Überpronationsstütze in deinem Schuh läufst. So bleibt dein Fuß stabil und das ungewollte Absinken wird verhindert.

Schritt freigeben

Damit du keine Kraft verschwendest, eignet sich ein keilförmiger Laufschuh ebenso gut wie ein Treter mit einer vorne etwas hochgebogenen Sohle. Die Sprengung für EinsteigerInnen sollte zwischen 2 und 10 Millimetern liegen, extremere Keilformen provozieren schnell ein zu hohes Lauftempo. Im Gegensatz zur Ferse sollte die Vorfußdämpfung deutlich weniger ausgeprägt sein. Wenn die Sohle in diesem Areal zu weich ist, birgt dies die Gefahr, dass sie instabiler und unsensibler ist.

Den Laufschuh an deinen Fuß halten

Hat man das Gefühl von Sicherheit und Halt nicht, fangen unsere Füße an zu krallen. Ermüdete bis brennende oder gar krampfende Fußsohlen sind die Folge dieser Greifbewegung. Ein stabiler Oberschuh und ein tief reichendes Schnürsystem sind deshalb wichtiger als das Gewicht deines neuen Laufschuhs. Durch die Abrollbewegung muss ein Einsteigerschuh auch im Fersenbereich viel fester sitzen als bei einem Profi, der fast ausschließlich auf den Fußballen läuft.

Die Laufschuh-Checkliste im Shop

  • Probiere den Schuh niemals früh am Morgen an, denn über den Tag dehnen sich die Füße meist etwas aus.
  • Alle Zehen müssen Platz haben. Beim Abrollen solltest du also nirgendwo am Material des Schuhs anstoßen.
  • Am Vorfuß sollte dein künftiger Schuh seitlich fest anliegen, der Fuß aber nicht über die Sohle hinausragen.
  • Ein guter Einsteigerschuh kostet selten weniger als 80 Euro.
  • Leichte Läufertypen kommen meist mit Luftdämpfung klar, etwas schwerere besser mit Gel oder anderen speziellen Absorber-Schaumstoffen.
  • Achte bei der Anprobe besonders auf das Gefühl im Bereich von Ferse und Achillessehne und auf dem Spann auf kleinste Druckstellen. Wenn etwas zwickt, wird das auch beim Laufen so sein.
  • Trage dünne Socken.
  • Kaufe keine zu großen Schuhe. Dämpfungs- und Stützelemente sitzen sonst nicht am richtigen Punkt.

Kleiner Tipp: Weitere Texte zum Thema findest du in unserer Rubrik Ausrüstung.