Category : Ausrüstung

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Der Style läuft mit?

So nebensächlich ist die Optik von Laufschuhen. Schwarz, Neon, Pink, Rot, Blau, Gemustert – Laufschuhe gibt es in den verschiedensten Farbvarianten. Die Optik eines Laufschuhs kann zwar durchaus zum Sporttreiben motivieren. Bei der Kaufentscheidung sollten aber das Laufgefühl und der Tragekomfort die entscheidenden Überzeugungskriterien sein. Wir zeigen Ihnen, warum.

Kaufen Sie nicht nach Optik. Dieser Ratschlag gilt vermutlich für jedes Produkt, über dessen Kauf Sie nachdenken. Gerade beim Erwerb neuer Laufschuhe ist das besonders zutreffend. Ob Knick-, Senk- oder Spreizfüße, das Tragen von orthopädischen Einlagen oder eine starke Überpronation beim Joggen – ein Laufschuh muss perfekt zu den Füßen des Menschen und möglichen Fehlstellungen passen. Allerdings lassen sich besonders Laufeinsteiger von schicken Modellen blenden. Vorwerfen kann man es ihnen allerdings nicht, denn der Unterschied zwischen einem Stabilitäts- und einem Neutralschuh wird einem Beginner wohl genauso wenig sagen wie die Höhe der Sprengung.

Dennoch sollte man der Gefahr widerstehen, Schuhe blindlings und schlimmstenfalls nach positiver Beurteilung der Optik aus dem Internet zu bestellen. Klar, die Corona-Pandemie schränkt eine Beratung im Fachgeschäft des Vertrauens zum aktuellen Zeitpunkt gerade ein. Das bedeutet aber noch lange nicht, dass Laufschuhe günstig aus dem World Wide Web geschossen werden sollten. Es ist vollkommen egal, ob Hobbysportler, ambitionierter Freizeitathlet oder Eliteläufer – das falsche Schuhwerk kann einem schnell den Spaß am Laufen vermiesen und vor allem auch schwerwiegende Verletzungen nach sich ziehen.

Des Läufers wichtigstes Werkzeug

Unpassende Laufschuhe verschlechtern die Laufökonomie. So einfach lässt sich die Relevanz von ordentlichen Joggingschuhen erklären. Hintergrund ist der Aufwand, den der gesamte Körper erbringen muss, um muskuläre Dysbalancen auszugleichen. Wenn die Schuhe also nicht vernünftig sitzen und die Füße förmlich „schwimmen“, verschwendet der Körper zu viel Energie, die ansonsten in die Aufrechterhaltung eines effizienten Laufstils fließen würde. Zudem kann das falsche Schuhwerk auch langwierige Beschwerden an Füßen, Knien, Schienbeinen, der Hüfte oder sogar der Wirbelsäule provozieren. Auf Dauer führen solche Fehl- oder Falschbelastungen zu Reizungen an den betroffenen Gelenken, Knochen oder Sehnen. Im schlimmsten Fall droht dann eine lange Verletzungspause, noch ehe das eigentliche Lauftraining richtig begonnen hat.

Den richtigen Laufschuh finden

Bevor ein Laufschuh überhaupt in die engere Auswahl kommt, sollte eine Analyse des Laufstils erfolgen. Im Fachgeschäft laufen Sie zunächst barfuß auf einem Laufband. Anhand der aufgezeichneten Daten kann sehr schnell festgestellt werden, ob ein Neutralschuh infrage kommt oder ob Sie doch lieber zu einem Modell mit mehr Stabilität greifen sollten. Auf der Basis dieser Ergebnisse können Sie dann in den verschiedenen Segmenten nach Laufschuhen stöbern. Nehmen Sie sich für die Auswahl genügend Zeit und lassen Sie sich dabei auf keinen Fall von dem Verkäufer unter Druck setzen.

Sobald Sie sich für zwei bis drei Modelle entschieden haben, sollten diese auch anprobiert und im Geschäft Probe gelaufen werden. Denn nur so können Sie entscheiden, ob sich der ausgesuchte Schuh angenehm tragen und vor allem auch laufen lässt. Doch Vorsicht: Auch wenn es schwerfällt, sollten Sie sich niemals für einen Schuh aufgrund seiner Optik entscheiden. Natürlich ist schicke Laufausrüstung immer ein guter Motivator, allerdings werden die Schuhe Sie durch Schnee, Regen und Matsch begleiten – so schön wie im Laden werden sie daher nie wieder aussehen.

Text: Oliver Stopperich

Statistik

Die Krux mit den Zahlen

Mal ganz im Ernst. Wir Läufer sind doch richtige Statistik-Nerds: Pace, Kilometer, Höhenmeter, gelaufene Zeit, Herz-, Schritt- und Atemfrequenz. Wer es ganz genau wissen will, analysiert noch seine vertikale Bewegung, die Bodenkontaktzeit und die eigene Schrittlänge. Natürlich alles in Abhängigkeit zur Laufgeschwindigkeit, dem eigenen Wohlbefinden und den vorherrschenden Wetterverhältnissen. Ich persönlich kann mich von dieser Zahlenbesessenheit nicht komplett freisprechen.

Stundenlang könnte ich auf der entsprechenden Analyseplattform Zahlen, Daten und Fakten ergründen, aber in den meisten Fällen beschränke ich mich auf die Pace, die zurückgelegten Kilometer und die durchschnittliche Herzfrequenz während meines Laufs. Denn das sind die drei wichtigsten Indikatoren, welche eine Leistungssteigerung und die Effizienz meines Trainings abbilden. Alle weiteren Zahlen und Statistiken sind „nice to have“, aber in der tiefgründigen Auswertung auch wesentlich komplexer und vor allem zeitintensiver. Zeit, die ich viel lieber in geschnürten Laufschuhen verbringe.

Doch was fasziniert uns Läufer an dieser Unmenge von aufgezeichneten Daten? Warum schauen wir uns die Zahlen überhaupt an, wenn wir ohnehin nur die Hälfte der Metriken und deren Auswirkungen verstehen? Wenn Sie so ticken wie ich, dann ganz sicher, um ein besseres Verständnis für das eigene sportliche Potenzial zu bekommen. Natürlich alles vor dem Hintergrund, auch das letzte Quäntchen an Leistungssteigerung aus dem Training zu pressen.

Hinweise für die Laufeffizienz

Wer einen besseren Einblick in den aktuellen Fitnesszustand bekommen möchte, sollte seine Fortschritte nach jeder Laufeinheit im Auge behalten. Das gilt besonders für die Laufeffizienzwerte wie Bodenkontaktzeit, vertikale Bewegung, Schrittfrequenz und Schrittlänge. Denn anders als die physiologischen Messwerte (VO2max, Leistungszustand, Erholungszeit) kann die eigene Effizienz nicht durch bloßes Laufen verbessert werden.

Klar, Sie könnten sicherlich bei einem Ihrer Läufe versuchen, die Frequenz auf 180 Schritte pro Minute zu schrauben oder die Bodenkontaktzeit bewusst zu reduzieren. Das ergibt aber wenig Sinn, weil Sie diese Werte durch dezidierte Übungen gezielt verbessern können. Statt also während des Trainings am eigenen Laufstil oder an der Laufeffizienz zu feilen, sollten Sie vor dem Laufen 10 bis 15 Minuten sogenannte Lauf- ABC-Übungen durchführen. Bereits nach wenigen Wochen werden Sie hier schon einen sichtbaren Erfolg erzielen.

Prahlen mit Zahlen

Sich mit seinen Laufergebnissen zu rühmen gehört zu den Schattenseiten des Laufsports. Keine Frage, wer einen Wettkampf gelaufen ist – unabhängig, ob 5, 10, 21 oder 42 Kilometer –, hat Respekt verdient. Dabei ist die gelaufene Zeit völlig irrelevant. Ob Sub-5-, Sub-4- oder Sub-3-Stunden auf der Marathon-Distanz – am Ende des Tages sind wir alle 42,195 Kilometer gelaufen. Wir alle haben neben dem Job und familiären oder sozialen Verpflichtungen auch ein hartes Training für einen Wettkampf absolviert und sind dann idealerweise eine neue persönliche Bestzeit gelaufen. Darauf darf und muss man stolz sein. Damit hausieren zu gehen ist jedoch absolut unangebracht. Denn schließlich definiert jeder Läufer den Begriff „Schnelligkeit“ nach seinem eigenen Ermessen.

Text: Robin Siegert

buff adv

Sommer-Lauf-Challenge: Richtig Joggen bei Hitze

Der Sommer steht in den Startlöchern und das schöne Wetter lockt immer mehr Läufer auf die Strecke. Extra-Motivation gefällig? Wir zeigen dir, welche Sommer-Lauf-Challenge dich zu Höchstleistung motiviert. Aufgepasst: Sommer, Sonne, Sonnenschein bedeutet auch hohe Temperaturen und damit eine besondere Herausforderung für alle Sportarten im Freien. Deshalb haben wir passend dazu die wichtigsten Tipps für das Laufen bei Hitze zusammengestellt.

Sommer-Lauf-Challenge

Ob passionierter Läufer oder Gelegenheitsjogger, Vorbereitung auf den nächsten Marathon oder den Körper in Bestform bringen, die Sonne lädt dazu ein im Freien aktiv zu sein. Für einige ist die Freude am Laufen Motivation genug, für alle anderen haben wir einen zusätzlichen Ansporn und die passende Sommer-Lauf-Challenge gefunden. Zum längsten Tag des Jahres, am 20. Juni, ruft BUFF® mit seiner „Chase the Sun“ STRAVA Challenge dazu auf, vom 1. Juni bis 20. Juni 2021 insgesamt 206 Minuten, knapp 3,5 Stunden, aktiv zu sein. Egal, ob an einem einzigen Tag oder verteilt auf die drei Wochen, die Hauptsache ist du läufst mindestens 206 Minuten! Auf alle, die es schaffen wartet ein 30% Rabattgutschein für ausgewählte BUFF® Produkte über deren Webseite – die perfekten Laufaccessoires für den Sommer, die dich zugleich vor Hitze schützen!

Hier geht’s zur Challenge

 

Von Null auf Bestzeit

Die richtige Vorbereitung ist alles und im Sommer besonders wichtig. Von Null auf Bestzeit, wenn das Thermometer das erste Mal über die 20 oder sogar 25 Grad Marke wandert, ist daher schwierig. Gib deinen Körper Zeit sich an die Wärme zu gewöhnen, laufe dafür regelmäßig zu ähnlichen Temperaturen, und achte beim Laufen auf deine Herzfrequenz. Du wirst sehen, dass sich deine Laufzeit verbessert, sobald sich dein Körper an die Hitze gewöhnt hat – und natürlich je öfter du trainierst. Achte auch auf Signale – sobald Kopfschmerzen, Schwindel oder gar Gänsehaut während des Trainings auftauchen, solltest du deinen Lauf lieber beenden.

Timing ist alles

Ein Lauf am Mittag, wenn die Sonne am höchsten steht, wählen die wenigsten freiwillig – und das ist auch gut so! Denn neben der Hitze macht uns vor allem der Ozonwert und die UV-Strahlung zu schaffen, die selbst an einem bewölkten Sommertag hoch sein kann. Laufe lieber am Morgen, suche dir eine schattige Strecke und checke vor deinem Training die aktuellen Werte. Mit der entsprechenden, fettarmen Sonnencreme geschützt und in luftiger, funktionaler Kleidung bist du gut unterwegs. Achte vor allem bei längeren Läufen unbedingt auf das Tragen einer Cap, um einen Sonnenstich zu vermeiden, oder eines Running Visors. Stylische, atmungsaktive und schnelltrocknende Caps mit UPF50 Sonnenschutz und Visors findest du hier.

Flüssigkeit, aber richtig

Auch wenn man mit Hitze gleich das Mitnehmen von Wasser auf die Laufrunde assoziiert, es muss nicht sein. Sofern du nicht länger als eine Stunde unterwegs bist, ist es ausreichend vor dem Lauf ein großes Glas Wasser, ungesüßten Tee oder einen verdünnten Saft zu trinken. Für alle Langstreckenläufer gilt: unbedingt Wasser, idealerweise mit einer Prise Salz versehen, mit auf den Weg nehmen, um den Flüssigkeitsverlust unterwegs auszugleichen.

Bereit? Dann „Chase the Sun”!

Salomon-index

INDEX.01 VON SALOMON: DER RECYCLEBARE LAUFSCHUH

Im Park, in der Innenstadt oder auf menschenleeren Trails: Laufen kann man überall. Die Erschöpfung nach einem Lauf schätzen wir dabei mindestens genauso sehr wie das Gefühl von Freiheit und Naturverbundenheit. Doch ist es nicht ironisch? Obwohl wir am liebsten im Freien laufen gehen, treten wir unsere Natur mit Füßen. Wir tragen immer die neuste Mode und immer die aktuellsten Laufschuh-Modelle. Bedauerlicherweise landen die meisten Laufklamotten nach dem Aussortieren aber im Restmüll. Insbesondere die ausgemusterten Laufschuhe brauchen Jahrzehnte bevor sie auf der Müllkippe zersetzt werden. Das Verbrennen der Schuhe belastet die Umwelt jedoch mindestens genauso schlimm. Nachhaltige Sportausrüstung gehört deshalb zu den wichtigsten Themen von Sportartikelherstellern. Der Laufschuh steht dabei besonders im Fokus. Denn das Recycling der Schuhe ist bislang extrem schwierig.

Doch der weltweit führenden Outdoor-Marke in den Bereichen Trail Running ist ein großer Durchbruch gelungen. Mit dem Index.01 stellt Salomon einen Performance-Laufschuh vor, der so konzipiert wurde, dass er zu 92 Prozent recycelt werden kann – der Index.01 besteht jedoch auch aus 100 Prozent bereits wiederverwerteten Materialien. Der Schuh ist das Ergebnis aus drei Jahren Forschung und Entwicklung in Salomons Designzentrum in Annecy in den französischen Alpen. Der Index.01 wurde so konstruiert, dass der Materialabfall durch die Anwendung zirkulärer Lebenszyklusprinzipien entscheidend reduziert wird.

VON LAUF- ZU SKISCHUH

Nach seinem abgelaufenen Lebenszyklus wird aus dem Index.01 ein Skischuh. Denn durch die Verwendung von recycletem Polyester für das Obermaterial und thermoplastischem Polyurethan (TPU) für die Sohle können die Hauptelemente des Performance-Laufschuhs wiederverwertet werden.

Dazu wird zunächst die recyclete Einlegesohle entfernt, um dann das Obermaterial von der Sohle zu trennen. Dann beginnt der Recycling-Prozess: Die Sohle wird nach der Trennung zu winzigen Pellets zermahlen und anschließend mit neuem TPU kombiniert. Aus diesem Material stellt Salomon wiederum neue Alpin-Skischuhe und andere Produkte her.

Das Obermaterial aus Polyester kann unter anderem zur Herstellung von Stoffen wiederverwendet werden. Die französische Outdoor-Marke nimmt daher alle Index.01 Laufschuhe wieder zurück, um sie recyclen zu können. Die Rückgabe der Performance-Schuhe ist dabei kostenlos. Auf salomon.com können die Besitzer sich ein Versandetikett ausdrucken und die Laufschuhe dann an das nächstgelegene Sammelzentrum schicken. Um den CO2-Abdruck auch beim Transport so gering wie möglich zu halten, existieren derart Sammelzentren in Europa, Nordamerika und im asiatisch-pazifischen Raum. Hier werden die Schuhe gereinigt, zerlegt und anschließend dem Recycling-Prozess zugeführt. Wie dieser Kreislauf im Detail funktioniert, zeigt das nachfolgende Video.

DER RECYCLING-PROZESS DES INDEX.01

https://www.youtube.com/watch?v=9cYQAlokWhQ

ZUWACHS IM SALOMON ATHLETEN-TEAM

Salomon erweitert jedoch nicht nur das Produktportfolio. Auch das Athleten-Team erhält Zuwachs: Filimon Abraham (28) ist ein absolutes Ausnahmetalent und das nicht nur in sportlicher Hinsicht. Erst vor ein paar Jahren kam er aus Eritrea nach Deutschland und schon heute spricht er als deutscher Mitbürger bayerisch. Seine große Leidenschaft ist das Laufen, unzählige Pokale hat er für seine außergewöhnlichen Leistungen schon abgeräumt. Seine Spezialität sind Bergläufe und flache Distanzen. Seine Ziele für 2021 sind superschnelle Zeiten auf Asphalt: 10-km-Strecke (29 Minuten), Halbmarathon-Distanz (knapp 62 Minuten) und eine Marathon-Zeit von 2:08h. Obwohl ihm das Arbeiten mit Holz sehr viel Spaß macht, möchte er sich dieses Jahr voll und ganz auf seinen Sport konzentrieren. Als Gesellenstück hat der gelernte Schreiner eine Pokalvitrine gebaut – ein Beweis, dass Filimon Großes vorhat.

Über Salomon

Salomon, 1947 im Herzen der französischen Alpen gegründet, hat sich dazu verpflichtet, im Bereich Bergsport neue Maßstäbe durch die Entwicklung innovativer Ausrüstung zu setzen, die es den Menschen erlaubt, ihren jeweiligen Outdoorsport zu genießen, sich dabei zu verbessern und die eigenen Grenzen auszutesten. Das Unternehmen produziert und vertreibt Schuhe, Bekleidung und Ausrüstung für eine Vielzahl von Outdoor-Sportarten. Die Produkte werden im firmeneigenen Annecy Design Center entwickelt, wo Ingeieure, Designer und Athleten zusammen an innovativen Lösungen arbeiten. Progressive Ausrüstung für mehr Freiheit für all jene, die die Natur als große Spielwiese sehen. Mit dem Play Minded Program rückt Salomon sein langfristiges Engagement für eine nachhaltigere Geschäftsweise in den Fokus. Um die Auswirkungen auf die Umwelt zu reduzieren, hat sich das Unternehmen verpflichtet, seine gesamten CO2-Emissionen bis zum Jahr 2030 um 30 Prozent zu reduzieren. Bis 2025 werden zudem 70 Prozent der durch die Herstellung bei Salomon anfallenden Abfälle recyclet oder wiederverwendet und die Umweltverträglichkeit jedes Salomon-Produkts für den Verbraucher sichtbar sein.

TEXT Robin Siegert

kompression

STABILE WADEN

Kompressionssocken spalten die Gemüter. Die einen schwören auf ihre stabilisierende Wirkung, andere scheitern schon beim Versuch, sie über den Fuß zu ziehen.

Ertappt – ich schaue vielen Menschen, denen ich beim Sport begegne, zunächst auf die Füße: Welches Schuh-Modell trägt der Läufer neben mir, sind die Schuhe abgelaufen, trägt er oder sie gar die falsche Schuhgröße … Was das mit Kompressionssocken zu tun hat? Immer häufiger springt einem bei diesen „Streifzügen“ die lange kniestrumpfartige Kompressionssocke ins Auge.

Meist in einer Neonfarbe, denn auffällig sein ist in. So werden die „Wadenquetscher“ immer häufiger zum Gesprächsthema vor dem Start eines Wettkampfes – manchmal auch einfach, um die Nervosität wegzureden. Die auftauchenden Fragen sind bei diesem Thema häufig diese: „Tut das nicht weh?“, „Wird man durch die Kompression wirklich schneller?“ Also, was ist dran an der Socke? Ist das alles nur Gerede, welche der kursierenden Eigenschaften ist tatsächlich wahr? Am einfachsten beschreibe ich das mal aus meiner Sicht.

Hat man sich einmal für eine dieser Socken entschieden, geht es den meisten „Newbies“ schätzungsweise ähnlich wie mir, als ich das erste Mal mit einem Paar dieser Laufsocken zu kämpfen hatte. Vor dem Kauf hatte ich mich ausgiebigst informiert. Wadenumfang und Fesselumfang wurden im Fachhandel ermittelt. Das alles in Kombination ergibt dann die richtige Sockengröße. Diese ist wichtig, will man nicht mit Schmerzen durch den Wettkampf gehen oder eventuell eine ständig rutschende Socke am Bein hängen haben.

DIE REGENERATION FÖRDERND

Vor der ersten Hürde steht jedoch ein jeder Neu-Kompressionssockenträger: Wie ziehe ich die Dinger an? Rumprobieren und ziehen, wird schon. Geht auch leichter, wie ich nach dem Kampf mit der Socke erfahre (siehe Erklärung auf der rechten Seite). Nach einigem Hin und Her sitzt die Socke jedenfalls an Bein und Fuß. Seitdem laufe ich regelmäßig mit langen Kompressionssocken durch den Wald oder in einem Wettkampf. Ich finde es angenehm, die Beine fühlen sich während des Laufes gut an, und die Socken schützen häufig auch noch gegen Gestrüpp und kaltes Wetter. Und nach dem Lauf fühlen sich meine Beine, insbesondere die Waden, besser an als ohne.

Im Grunde sind Kompressionssocken, ob zum Laufen oder für den medizinischen Gebrauch, nur im Detail voneinander zu unterscheiden. Bei Laufsocken kann der Sportler zwischen partiellem Druck oder ganzflächigem Druck wählen. Bei medizinischen Socken ist der Druck auf die Venen flächiger. Es gibt zudem die unterschiedlichsten Studien über die Wirksamkeit von Kompressionssocken im Wettkampf und für die Regeneration danach. An der Deutschen Sporthochschule in Köln stellten Wissenschaftler die Leistungssteigerung während eines Wettkampfes infrage, lobten jedoch die ausgesprochen positiven regenerativen Eigenschaften.

Andere Studien belegten, dass bei Läufern mit Kompressionsstrümpfen nach einem Lauf mehr Kraft in den Muskeln zu messen war, sie weniger über Muskelkater klagten und sich schneller wieder frisch fühlten. Hier sind sich die Wissenschaftler größtenteils einig: Die Regeneration wird positiv unterstützt! Ob Kompressionssocken zur Steigerung der Ausdauer und der Kraft letztlich beitragen, kann immer noch nicht abschließend beurteilt werden. Das Fazit: Es bleibt eine Frage des Gefühls, ob man sich die Socke zumindest für einen Wettkampf zulegt. Ich persönlich bin überzeugter Langsockenträger!

KOMPRESSIONSSOCKEN ANZIEHEN – SO GEHT‘S

1. AUF LINKS ZIEHEN
Trick 17 für einen reibungslosen Ablauf beim Anziehen einer langen Kompressionssocke beginnt damit, dass die gesamte Socke auf links gezogen wird.

2. ÜBER DEN VORDERFUSS
Die Socke wird nach dem Umstülpen von den Zehen angefangen langsam in Richtung Ferse gezogen. Dabei bleibt der Einstieg der Socke noch unberührt.

3. ÜBER DIE FERSE
Dann zieht man die Socke vorsichtig über die Ferse. Der Einstieg der Socke rutscht langsam nach.

4. FERTIG ANZIEHEN
Im finalen Schritt wird die Socke am Bund gepackt. Die Finger greifen dabei unter den Bund und man zieht die Socke über die Wade hoch. Fertig.

DARAUF SOLLTEN SIE BEIM KAUF ACHTEN

ERST MESSEN

Messen Sie Ihren Waden- und Fessel-Umfang genau, die richtige Größe ist entscheidend für einen angenehmen Tragekomfort und den gewünschten Kompressionseffekt. Es empfiehlt sich ein Besuch im Fachhandel.

SCHUHGRÖSSE

Kompressionssocken sind häufig dünner als normale Laufsocken. Es kann sein, dass die Schuhe in Folge etwas zu groß sind. Die Füße fangen dann an zu „schwimmen“, was sich negativ auf die Laufperformance auswirkt.

TEXT Ralf Kerkeling

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Run Bra: Die Perfekte Laufbegleiterin

Laufen soll Spaß machen. Das ist und bleibt die Essenz unseres Lieblingssports. Ein positives Laufgefühl gibt uns die richtige Motivation für den Alltag. Run Happy als Lebensmotto. Umso wichtiger dabei – das richtige Equipment. Klar, hier wird in der Regel zuerst über Schuhe gesprochen, dann über Kleidung und Gadgets. Haben wir etwas vergessen? Jein, denn Apparel bedeutetet nicht nur das coole Laufshirt, ein fancy Laufrock, oder eine modische Tight. Ein Kleidungsstück ist auf dem Vormarsch und erhöht den Spaßfaktor jeder Läuferin – der Run Bra.

Höchster Standard und Komfort

Der Sportartikelhersteller Brooks hat schon mehr als 40 Jahre Erfahrung in der Herstellung von Sport-BHs und betritt mit der neuen Kollektion des Dare Run Bras Neuland. Die US-Amerikaner haben einen Sport-BH explizit für das Laufen entwickelt. Dieser soll das Einer-für-alles-Prinzip mit durchbrechen. Um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen, wurde mit der Research Group in Breath Health an der Universität Portsmouth zusammen gearbeitet. Hier wurden biomechanische Tests mit den Run Bras durchzuführen. Das Ergebnis: Egal welche Größe oder Style gesucht ist – die Run Bras entsprechen den höchsten Standards von Komfort und Support.

So sollen einschneidenden Trägern und scheuernden Stoffen ein Ende bereitet werden. Und auch die Geschwindigkeit der Frauen steht im Fokus. Die Experten von Brooks weisen auf Forschungen hin, die gezeigt haben, dass Frauen durch schlechte kontrollierte Brustbewegungen bis zu 4 Zentimeter Schrittlänge verlieren. Auf 25 Kilometern ist das ein ganzer Kilometer. Besonders Frauen mit großen Cup-Größen werden ausgebremst. „Das Bindegewebe der Brust lässt sich nicht trainieren“, ergänzt Dr. Axel Sauerwald, Triathlet und Chefarzt der Gynäkologie des St. Marien Hospitals in Düren. Im Brustgewebe gibt es keine Muskeln – ein einziges Band unterstützt das gesamt Gewebe. Diese anatomischen Fakten lassen schon erahnen, wie wichtig beim Laufen die Wahl des richtigen Run Bras ist.

Kuriose Erfindung

Im antiken Griechenland banden Frauen ihre Brüste bei körperlicher Betätigung noch mit Lederbändern ab. Im 19. Jahrhundert gab es zum Beispiel Korsetts für jeden sportlichen Anlass – Tennis, Reiten oder Turnen. Erst Ende der 1970er-Jahre wurde aber der Sport-BH erfunden, der den Modellen ähnelt, die heute in den Geschäften zu finden sind. Den Anfang machten drei laufbegeisterte Frauen von der University of Vermont in den USA. Der „Jockbra“, der später in „Jogbra“ umbenannt wurde, war geboren.

Moment der Befreiung

So richtig in der Öffentlichkeit tauchte der Sport-BH 1999 auf. Die US-amerikanische Fußballerin Brandi Chastain verwandelte damals im WM-Finale den entscheidenden Elfmeter und machte ihr Land zum Weltmeister. Doch bekannter wurde sie für ihren anschließenden Jubel. Die Verteidigerin riss sich das Trikot vom Körper und wirbelte es durch die Luft, ehe sie auf die Knie sank, zu sehen war infolgedessen ihr Sport-BH. „Es war ein krönender Moment für Frauen überall auf der Welt, ein Moment der Freiheit, der Befreiung“, sagte die Managerin von Chastains Fußballmannschaft zu dem ikonischen Bild der WM in einem Interview mit der „New York Times“.

[caption id="attachment_3509" align="alignleft" width="300"] Dare_Crossback[/caption]

Brooks
Dare Crossback

Preis: 55,00 Euro
Größen: 30-40 A/B, C/D Stoffe:
Body: DriLayer-HorsePower-Stoff. Träger: 63 % Nylon, 37 % Spandex.
Cups: DriLayer-Horse Power-Stoff. Scheuerfreie Flatlock-Nähte. Schweißableitendes, schnell trocknendes DriLayer-HorsePower-Material

Die Dare Kollektion der Run Bras umfasst fünf neue Styles mit zahlreichen Features – eine ganze Bandbreite an eleganten, modernen Styles, die für jede Frau den passenden Run Bra findet. Der Name „Dare“ steht für Energie, Risiko, Aufregung und Mut, für das die Kollektion steht.

Highlights:

– Frei geschnittene Konstruktion
– Minimale Nähte für modernen Stil & ablenkungsfreien Komfort – Integriertes Bodenband für unsichtbaren Halt und Komfort – Strategisch platzierte Perforation für Atmungsaktivität

 

Text: Kerstin Börß, Ralf Kerkeling

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BUFF® Dryflx+ – Die Temperaturen fallen, die Performance steigt

Die Tage werden kürzer und das Wetter kühler, jetzt kommt es gerade beim Laufen auf die richtige Ausrüstung an: Mit den BUFF® Dryflx+ Produkten seid ihr für die anstehenden Herbst- und Wintertage bestens geschützt und könnt euch voll und ganz auf eure Pace konzentrieren. Die BUFF® Dryflx+ Produktserie des spanischen Herstellers und Erfinders der multifunktionalen Schlauchtücher garantiert euch Wärme und Sichtbarkeit. Denn das Material ist darauf ausgelegt, auch bei widrigen Bedingungen die ideale Temperatur am Körper zu gewährleisten und dabei Schweiß sicher vom Körper abzuleiten. Die reflektierenden Elemente an Stirnband, Mütze und Multifunktionstuch sorgen für Sichtbarkeit.

STYLE UND FUNKTION

Für maximalen Spaß am Laufen auch in der kalten Jahreszeit: die ultraleichten und äußerst komfortablen

[caption id="attachment_3499" align="alignright" width="300"] BUFF_Dryflx+_Neckwarmer[/caption]

Accessoires überzeugen durch ideales Feuchtigkeitsmanagement und hohe Atmungsaktivität. Sie wurden entwickelt, um deine Körpertemperatur auch bei kältesten Bedingungen zu regulieren, denn gerade über den Kopf geht dem Körper bei Kälte die meiste Wärme verloren. Dank der 4-Wege-Stretch Technologie und der 100 Prozent nahtlosen Verarbeitung ist optimaler Tagekomfort garantiert. Durch den Einsatz von Elasthan bietet das neue Material zudem eine perfekte Passform. Der Schlauchschal der Kollektion bedeckt Mund und Nase für besten Kälte- und Wetterschutz bei widrigsten Bedingungen. Durch den hohen Schnitt passt er sich gut dem Gesicht und Kopf an und hat dadurch einen perfekten Halt.

IMMER AUF DER SICHEREN SEITE

Egal, ob ihr in den frühen Morgenstunden oder bei tiefster Nacht eure Runden dreht – mit dieser Kollektion könnt ihr nicht übersehen werden: reflektierende 360° Details gewährleisten bessere Sichtbarkeit in der Dämmerung. Die BUFF® Dryflx+ Kollektion besteht aus Mütze, Stirnband und Schlauchschal, die in drei verschiedenen Farben erhältlich sind.

https://www.buff.com/de_de/dryflx-technology#

About BUFF®

Die Ursprünge von BUFF® liegen in Igualada, Spanien, und in der Leidenschaft zum Motorradfahren des Firmengründers Joan Rojas. Urbaner Lifestyle und die Liebe zum Sport gaben ihm vor knapp 30 Jahren die Inspiration für die Mutter aller multifunktionalen Schlauchtücher, dem BUFF® Original. Heute ist das Sortiment weitaus größer und hält für Extremsportler, Running-, Yoga- oder Outdoor-Fans aber auch den Urban Lifestyle vielfältige Accessoires bereit, die mittlerweile in über 60 Länder erhältlich sind. Unsere Mission: hochwertige Accessoires in innovativem Design. Mützen, Schals, Caps und mehr werden im katalonischen Firmensitz designt und zu 90 Prozent auch in der Region selbst hergestellt. Umweltschutz und Nachhaltigkeit bei Produktion und Materialien sind Teil der BUFF® DNA, weshalb der Einsatz von recyceltem Polyester und zertifizierter Merinowolle zu den festen Bestandteilen der Kollektion gehört. BUFF® ist für alle, die jeden Moment mit Leidenschaft genießen und sich dabei auf das Wesentliche fokussieren – Live more now.
Weitere Informationen zu BUFF® in der DACH Region gibt es hier:
Website (https://www.buff.com/de_de/), Instagram (https://www.instagram.com/buffgermany/), Facebook (https://www.facebook.com/buff.germany)

Ohne Titel_klein

Optimiert für die Straße – Salomon Obtivibe Dämpfung

Wer sich mit möglichst viel Komfort auf der Straße laufend bewegen möchte, dem sei eine gute Dämpfung empfohlen. Der französische Hersteller Salomon setzt in diesem Jahr neue Akzente und bringt seine neuartige Optivibe Dämpfung unter des Läufers Füße.

Salomon setzt somit die Erfolgsserie seiner Straßenlaufschuhe fort und kommt mit drei weiterentwickelten SONIC-Modellen auf den Markt: SONIC 3 Accelerate, SONIC 3 Balance und SONIC 3 Confidence. Die neuen SONIC-Modelle sind auf unterschiedliche Lauftypen abgestimmt. Alle Modelle sind mit der neuen OPTIVIBE-Technologie von Salomon ausgestattet. Diese ermöglicht es den Läufern, energiesparender und somit länger zu laufen. OPTIVIBE ist eine einzigartige Kombination von Schaumstoffen, die Dämpfungs- und Antriebseigenschaften miteinander kombiniert.

Ermüdungsinduzierende Vibrationen beim Aufkommen auf dem Boden werden reduziert, ohne dabei die Gesamtleistung zu beeinträchtigen. Eine schnelle, effiziente Übertragung der Vorwärtsbewegung vom Aufsetzen bis zum Abstoß gewährleistet die Geometric DecouplingTM Achse.

 

Und so sehen die neuen Modelle aus:

[caption id="attachment_3379" align="alignleft" width="300"] SONIC 3 CONFIDENCE Der Sonic 3 Confidence ist ein strukturierter Trainingsschuh, für den Fall, dass etwas mehr Stabilität benötigt wird. Sprengung: 10mm, Sohlenhöhe: 30/20mm VK-Preis: 139,95 €[/caption] [caption id="attachment_3377" align="alignleft" width="300"] SONIC 3 ACCELERATE Mit nur 223 Gramm ist der Sonic 3 Accelerate ein leichter Trainingsschuh. Sprengung: 6mm, Sohlenhöhe: 24/18mm VK-Preis: 139,95 €[/caption] [caption id="attachment_3378" align="alignleft" width="300"]Sonic 3 Balance SONIC 3 BALANCE Der leichte Sonic 3 Balance ist ein fortschrittlicher Trainingsschuh für Allround-Performance. Sprengung: 8mm, Sohlenhöhe: 28/20mm VK-Preis: 139,95 €[/caption]

 

 

 

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Sense Ride 3 – Traillaufen auf die komfortable Art

Du bist Straßenläufer und möchtest auch einmal Traillaufen ausprobieren? Dazu braucht’s nicht viel. Laufklamotten hast du schon, nun kommt es vor allem auf das Schuhwerk an. Mehr Grip und natürlich auch ein guter Halt im Schuh sind wichtig, um das Abenteuer vor der Haustür beginnen zu lassen. Klingt einfach, ist es auch.

Von der Straße sind wir Läufer Dämpfung in der Mittelsohle gewohnt. Nun, darauf musst du auch auf den Off-Road-Laufstrecken nicht verzichten. Ein Schuh wie der Salomon Sense Ride 3 basiert auf den Standards eines Straßenlaufschuhs. Das bedeutet, er bietet entsprechende Dämpfung und Komfort. Der eben angesprochene Grip ist selbstverständlich auch an Bord, Contagrip nennt sich die Sohlen-Antirutsch-Gummimischung. Selbstredend wird die Ausstattung durch ein hochatmungsaktives Mesh-Obermaterial und Geröllschutz an den wichtigen Stellen abgerundet. Farblich könnt ihr euch bei einer Kaufentscheidung ebenfalls austoben.

Den Sense Ride 3 gibt es für Herren in fünf Farbwegen: Schwarz, Blau, Grau-Orange, Weiß (ja, weiß!), Balsam Grün/Gelb

Und für Damen in vier Farben: White, Navy, Meadowbrook (Hellgrün) und Quail (Dunkelrosé)

Und so sieht das schicke „Teil“ aus:

[caption id="attachment_3330" align="alignleft" width="300"] SENSE RIDE 3
Herren-Modell[/caption]

 

 

 

 

 

 

 

[caption id="attachment_3331" align="alignleft" width="300"] SENSE RIDE 3 W Damen-Modell[/caption]

 

 

 

 

 

 

Hard-Facts:

SALOMON
Sense Ride 3
Preis: 129, 95 Euro
Gewicht: 280 g (Männermodell)

Highlights
• Optivibe-Zwischensohle – bringt den Komfort
• Contagrip Vollgummi-Außensohle – sorgt für guten Stand im Gelände
• Quick-Lace – Schnürsystem

Bestellen könnt ihr den Schuh hier:

Herrenschuh

Damenschuh

Viel Spaß beim Laufen!

[caption id="attachment_3332" align="aligncenter" width="1024"] @Salomon[/caption]

 

 

 

 

 

Licht

„Licht bringt Freiheit“

Läufe in der Dunkelheit können neue Aspekte ins Training bringen. Mit dem richtigen Equipment bringt es jede Menge Laufspaß, erklärt Laufexperte Jan Fitschen.

Jan, die Sommerzeit ist leider vorbei. Für viele Menschen bedeutet das, im Dunklen ihre Trainingsrunden absolvieren zu müssen. Welche besonderen Aspekte bringt die dunkle Jahreszeit, aus deiner Sicht, für Läufer mit sich? (schmunzelt)

Nun, ganz ehrlich, im Sommer ist es schöner zu laufen. Es ist wärmer und angenehmer. Im Sommer fällt es uns leichter uns zu bewegen, das Rausgehen im Winter bedarf oft einer gewissen Überredungskunst sich selbst gegenüber. Aber gerade im Winter ist es wichtig, dabeizubleiben. Wie heißt es so schön: Im Winter werden die Champions geboren. Ganz klar, hier werden die Grundlagen für die kommende Laufsaison gelegt.

Gerade für Frauen bringt das Training in den Abendstunden oft ein ungutes Gefühl mit sich. Hast du Tipps, die du weitergeben kannst?

Ich würde empfehlen, sich mit Freunden zu verabreden oder sich einer Laufgruppe anzuschließen. Das macht ja ohnehin mehr Spaß, als alleine zu laufen. Zudem schafft das Laufen in der Gruppe mehr Verbindlichkeit. Wenn der andere durch den Regen laufen kann, dann kann ich das auch. Alleine ist die Motivation meist deutlich geringer. Also, gerade im Winter würde ich die Freude in der Gruppe zu laufen, vorziehen. Und sicherer ist es auch.

Die Verkehrssicherheit spielt ja gerade in den Wintermonaten eine große Rolle. Viele Läufer entscheiden sich für reflektierende Laufkleidung. Unbeliebter erscheinen Stirnlampen, meist aus stylischen Gründen. Wie sind deine Erfahrungen? (lacht)

Die meisten Läufer wären überrascht, wie leicht Stirnlampen in der Zwischenzeit geworden sind. Ich würde sagen, vor zehn bis 15 Jahren war das nicht immer so einfach, mit Lampe zu laufen. Zu schwer und unbequem waren die Dinger. Nun, mit der neuen LEDTechnologie sind die Lampen leichter und halten auch deutlich länger. Zudem sitzen sie gut, das Komfortproblem fällt also weg. Auch was die Leuchtkraft betrifft, ist der Unterschied zu damals immens. Von daher würde ich sagen, sollte jeder, der regelmäßig laufen geht, so eine Lampe zu Hause haben. Es ist einfach schöner, wenn man seine Schritte deutlicher sieht und man seine Trainingsstrecke nicht danach aussuchen muss, wo Straßenlaternen stehen. Zumal dann ja auch wieder mehr Verkehr auf diesen Strecken herrschen würde. Mit den Stirnlampen bekommt man, neben einer besseren Sicht, auch ein Stück mehr Freiheit geschenkt, man wird unabhängiger. Es macht natürlich durchaus Sinn, sich das entsprechende Modell für die Gegend auszusuchen, in der überwiegend gelaufen wird.

Welches Modell empfiehlt sich denn für welche Strecken?

Wer viel in der Stadt oder im Park läuft, auf Wegen, die gut ausgebaut sind – der braucht kein stark leuchtendes Modell. Dort reicht sicherlich ein leichtes Modell mit einem gleichmäßigen Lichtkegel. Wenn ich jedoch auch mal im stockdusteren Wald unterwegs bin, dann sollte ein Modell mit mehr Power ausgewählt werden. Auch diese Modelle sind im Übrigen erheblich leichter geworden. Für Läufe in der Gruppe gibt es wiederum andere Maßstäbe in Bezug auf die Lampenwahl – und vor allem deren Anbringung am Körper. Wird die Lampe am Kopf getragen, werden die Mitlaufenden bei einer Unterhaltung oft geblendet. Aus diesem Grund empfiehlt es sich, in solchen Fällen die Lampen vor die Brust zu schnallen. Es gibt im übrigen auch Modelle, bei denen beides möglich ist – einmal Kopf, einmal Brust. Diese Modelle halten dafür einen extra Umschnallgurt bereit. Darüber, nicht geblendet zu werden, freuen sich beim Laufen in der Stadt übrigens auch die Radfahrer.

Ich persönlich mag ja das Laufen im Dunkeln, übrigens auch im Sommer. Kannst du dem auch etwas abgewinnen?

Ich persönlich empfinde das Laufen dann ein bisschen abenteuerlicher. So möchte ich das mal beschreiben. Auch die Umgebung wird anders wahrgenommen. Ich selbst habe ein paar Laufstrecken direkt bei mir vor der Haustür, die kenne ich in und auswendig. Wenn du im Dunklen beispielsweise das leuchtende Augenpaar einer Katze siehst oder eines anderen Tieres, das hat schon was besonderes. Interessant finde ich aber auch einen anderen Punkt. Ich verschätze mich bei Dunkelheit regelmäßig in Bezug auf meine Laufgeschwindigkeit. Ich habe immer das Gefühl, viel schneller unterwegs zu sein, als dies dann tatsächlich der Fall ist.

Och, das Gefühl schneller zu sein, als man eigentlich ist, kann man ja auch mal mitnehmen … (lacht)

Genau. Bei mir sind das auf den Kilometer übrigens bis zu zehn Sekunden, die ich gefühlt daneben liege. Das ist ja einiges.

unser experte

jan fitschen Alter: 42 Wohnort: Mettmann Sportliche Erfolge: Europameister 10.000 m (2006), mehrfacher Deutscher Meister (1999-2013) Beruf: Speaker, Coach, Buchautor

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Quelle: Led Lenser