Category : Ausrüstung

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Ein Schuh für alle Fälle

Trailschuhe sind dann gefragt, wenn Straßenschuhe an ihre Grenzen stoßen: Im Gelände, wenn die Natur die Bodenbeschaffenheit vorgibt. Eine Frage, die sich dabei besonders Neulinge stellen – was unterscheidet eigentlich einen Trail- von einem Straßenschuh?

Augen und Ohren auf. Trailschuhe sehen nicht nur anders aus, sie klingen sogar anders. Wer mit einem Trailschuh über Asphalt läuft, hört es – klack, klack, klack – die Hartgumminoppen des Profils erklingen, erinnern entfernt an einen Fußballer, der durch die Katakomben zum Spielfeld läuft. Die Geräuschkulisse dauert aber nur so lange, bis man auf natürlichen, nicht menschengemachten Boden trifft. Dann wird es nämlich leise, und man schleicht beinahe über die Trails, die Sohle verbindet sich mit dem Boden, spielt ihre Stärken aus und ist voll in ihrem Element, im wahrsten Sinne des Wortes.

Die Auswahl an guten Trailschuhen ist in den letzten Jahren rasant und qualitativ gewachsen. Viele Hersteller haben eine breite Palette an schnellen, robusten und komfortablen Trailschuhen im Sortiment. Doch wo unterscheiden sich die Modelle? Und besonders wichtig: Wie finde ich den Schuh, der zu mir passt? Zunächst sollte man sich im Klaren darüber sein, wo man die Trails unsicher machen möchte. Es ist schon ein entscheidender Unterscheid, ob ich in flacherem Gelände oder im Gebirge unterwegs bin. Für all diese Untergründe oder auch Distanzen gibt es wichtige Eigenschaften, die Sie bei der Auswahl des Trailschuhs beachten sollten.

Obermaterial

Ganz klar, im Trailschuh sollten Sie sich wohl fühlen und dies am besten schon ab dem ersten Hineinschlüpfen. Ein entscheidender Aspekt ist hierbei das Obermaterial. Natürlich kommen zunächst Materialien zum Einsatz, die man auch von den verwandten Straßen-Modellen kennt. Mit einem atmungsaktiven Mesh, was das Abrollverhalten nicht einschränkt, ist man grundlegend gut ausgestattet, mit nahtlosen und leichten Elemente umso mehr. Viele Hersteller rüsten ihre Modelle für ungemütliches Wetter sowie Winter mit einer Gore-Tex Membran aus. Interessant sind dabei auch markenspezifische Obermaterialien. On setzt zum Beispiel bei seinem Cloudventure Peak auf ein Ripstope-Obermaterial, welches bis zu einem gewissen Grad die Füße trocken hält. Ein Mesh-Innenschuh gibt einen Zuschuss an Komfort und bietet viel Schutz vor störenden Fremdkörpern, welche in den Trailschuh gelangen können. Ähnliche Varianten, bei denen die Schuhzunge komplett in den Upper integriert ist, lassen gar keinen Platz für Fremdkörper. Interessant sind dabei Varianten wie der Salomon XA Enduro, wo der Innenschuh zusätzlich bis über den Knöchel reicht.

Schnürung

In Kombination mit dem Obermaterial bekommt man mit Hilfe der Schnürung die optimale Passform. Neben der klassischen Variante mit Schnürsenkeln, hat sich vor allem das Quiklace System von Salomon bewährt. Mit dem Zip-Verschluss lässt sich der Trailschuh einfach und vor allem schnell an die Füße anpassen, verstaut ist die Schnürung praktisch in der Zungenlasche. Ein vom Prinzip her ähnliches System erobert nach und nach die Laufschuhe: das BOA-System. Modelle von Adidas, Asics oder auch Dynafit sind schon mit dem neuen Trend ausgestattet. Der Vorteil ist so einfach wie genial, denn durch Zudrehen erhält man eine kompakte Passform und mit einem Klick kann man diese wieder lösen. Schnelles Nachjustieren der Schnürung sowie Stolperfallen durch zu lange Schnürsenkel sind damit Geschichte. Falls der Trailschuh keine Möglichkeit bietet, um die Schnürsenkel zu verstauen, dann sollte darauf geachtet werden, dass sie nicht zu lang sind. So bleiben Sie nicht hängen und Sie können sich bei Läufen auf die wichtigen Dinge konzentrieren.

Protektion

Für genügend Schutz im Trailschuh sorgen Protektoren, die im gesamten Trailschuh verarbeitet sind. Diese sind meist klug im Design integriert und fallen einem erst beim detaillierten Betrachten auf. Beginnen wir mit der Zehenkappe an der Spitze des Trailschuhs. Die Zehenkappe bietet viel Schutz auf Trails, da es schnell passieren kann, dass man doch mal hängen bleibt. Dies hat mir schon oft, besonders bei steinigen Trails, schmerzlichen Erfahrungen erspart.. An den Seiten befinden sich verstärkte Elemente, die neben dem Fuß auch das Obermaterial schützen. Gerade wenn das Gelände rauer wird, leidet der Trailschuh dadurch nicht zu sehr. In einigen Modellen befinden sich Trittplatten in der Zwischensohle, welche vor durchdrückenden Steinen schützen, was sich besonders bei minimalistischen Schuhen im Alpinen Gelände mehr als hilfreich erweist. Beim Fresh Foam Hierro stattet New Balance den gesamten Trailschuh für einen Rundumschutz mit einer robusten, gummierten Schicht aus, ohne dabei Einschränkungen im Abrollverhalten in Kauf nehmen zu müssen.

Außensohle

Ein wichtiges Element, was den Trailschuh entscheidet prägt, ist die Außensohle, welche natürlich für genügend Grip auf den Trails sorgt. Variationen gibt es viele: Angefangen bei Sohlen, die einen angenehm über Asphaltpassagen laufen lassen, sogenannte Door-To-Trail Außensohlen, bis hin zu aggressiveren Profilen, die einen sicher durch Schlamm bringen oder im Alpinen Gelände Halt liefern. Besonders hier merkt man die rasche Entwicklung, welche durch die Hersteller vorangetrieben wird, ob in Eigenentwicklung oder in Kooperationen mit Gummiherstellern. Hier stechen vor allem die Außensohlen von Vibram ins Auge. In Kooperation mit Hoka One One, Merrell oder auch New Balance – Vibram Sohlen findet man unter vielen Trailschuhen. Diese haben sich bewährt und liefern auf nassen Untergründen und Felsen einen ausgezeichneten Grip. Auch Modelle von Adidas in Kooperation mit Continental können da mithalten. Jahrelange Entwicklungs-Erfahrung besitzt auch Salomon mit der Contagrip Außensohle. Wenn es dann mal im tiefsten Winter über Eis geht, dann sollte man sich Modelle von Icebug genauer anschauen, denn diese besitzen integrierte Spikes in der Außensohle, damit sind auch Läufe auf eisglatten Oberflächen kein Problem mehr. Allgemein sollte bei der Auswahl der Außensohle nicht übertrieben werden, denn schon oft habe ich eine Träne verdrückt, wenn ein Läufer mit einem Salomon Speedcross über den Asphalt gelaufen ist. Klar bleiben manchmal Asphaltpassagen nicht aus, jedoch ist der ausgezeichnete Grip nach einigen Kilometern in der Stadt wie wegradiert.

Dämpfung

In Sachen Dämpfung gehen die Hersteller verschiedenen Konzepten nach. Der allgemeine Aufbau von Trailschuhen ist etwas flacher als bei den verwanden Modellen für die Straße. Jedoch findet man viele schnelle, direkte oder vollgedämpfte Schuhe für alle Distanzen. In Verbindung mit viel Dämpfung darf der Name Hoka One One nicht fehlen. Diese maximal gedämpften Varianten gewinnen immer mehr an Beliebtheit, besonders auf der Ultra Distanz. Dennoch bleiben sie durch ihre geringe Sprengung sehr dynamisch und vermitteln noch ein Feedback des Untergrunds. In schnellen Trailschuhen, die für Wettkämpfe konzipiert sind, findet sich noch ein gutes Maß an Dämpfung, jedoch sollten diese mit Bedacht ausgewählt werden. Nicht jeder Läufer verfügt über eine Athletik eines Kilian Jornet und kann über die Berge fliegen, dies sollte man bei der Auswahl des Schuhs im Hinterkopf behalten. Energierückgewinnung ist das aktuelle Thema für die Straße und so finden sich diese bewährten Materialen auch immer mehr in den Trailschuhen wieder. Sauconys Everun oder Dynaflyte von Asics lassen einen so die Trails dynamisch meistern.

Aussicht

Was erwartet uns in der Zukunft? Zunächst muss man einen Blick auf die aktuellen Modelle werfen und da kann man glücklicherweise auf ein breites und technisch sehr ausgereiftes Sortiment zurück greifen, was vor einigen Jahren noch nicht der Fall war. Für jeden Läufer ist etwas dabei, ob gemütlich über den beliebten Home Trail laufen oder ballern durch die Berge. Interessant ist es auch zu sehen, wie sich immer mehr Technologien in Trailschuhen wieder finden, zum Beispiel die oben beschriebene BOA-Technik. Ich bin sehr gespannt, in welcher Form sich gestrickte Materialen wie Flyknit von Nike oder Individualisierungsmöglichkeiten in den Trailschuhen wieder finden werden. Wir können also gespannt sein, aber bis dahin genießt die Läufe in der Natur und vor allem erkundet diese im Laufschritt

Text: Jan Lau (Running Culture)

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Zwischen Chemie und Gefühl

Die Zwischensohle ist das Markenzeichen eines jeden Laufschuhs. Wir sind dem technologische Fortschritt der letzten Jahre auf den Grund gegangen.

Die Zwischensohle ist für den Großteil der Dämpfungseigenschaften und das schuhspezifische Laufgefühl verantwortlich, so dass man sie getrost als das Herzstück des Schuhs bezeichnen kann. Die oft auch als Mittelsohle (englisch: midsole) bezeichnete Schuhkomponente erfährt, wie auch andere Bestandteile, ständige Neuentwicklungen und Updates. Jeder Hersteller hat eigene Technologien, die sich insbesondere in diesem Schuhteil niederschlagen. Gerade hier wollen sich die Hersteller voneinander abgrenzen: In der Zwischensohle manifestiert sich die Laufphilosophie, die Grundidee und das Konzept der jeweiligen Laufschuhmarke, vielleicht am ehesten vergleichbar mit der Motorisierung eines Autos. Hier vermischen sich Chemie, Emotionen, Physik und Marketing.

Die Auswahl an Laufschuhen war noch nie so groß wie heute. Das bedeutet auch, dass es eine Vielzahl an unterschiedlichen Zwischensohlen-Technologien gibt, die sich mehr oder weniger stark voneinander unterscheiden und das Laufgefühl und den Bewegungsablauf mitbeeinflussen. In den vergangenen Jahren hat sich viel getan. Zwar ist nicht jede ausgerufene Laufschuh-Revolution auch eine solche – manches entpuppt sich als heiße Marketing-Luft – aber auch wenn es im Einzellfall mehr Marketing als tatsächliche technische Innovation sein mag, wer sich die Entwicklungen der Zwischensohlen der letzten 3-5 Jahre anschaut, der wird feststellen: Es hat sich tatsächlich viel verändert. Es lohnt sich daher die Zwischensohle einmal genauer zu betrachten.

Energierückgewinnung

Es hat ein Paradigmenwechsel stattgefunden – Energierückgabe ist das neue Schlagwort, das neben der Dämpfung die neue Hauptaufgabe der Zwischensohle sein soll. Ein Konzept, dass es so vor ein paar Jahren noch nicht gegeben hat. Die Theorie ist einleuchtend: Beim Aufprall des Schuhs auf dem Boden wird Energie freigegeben. Neue Technologien sollen es ermöglichen diese Energie zu speichern und im Abdruck des Schuhs wieder freizugeben. Eine Art Rebound-Effekt. Mit anderen Worten: Der Schuh katapultiert den Läufer minimal nach vorne. Die Laufbewegung wird somit effizienter, kräfteschonender. Diese höhere Reaktivität der Zwischensohle sorgt gleichzeitig für ein direkteres Laufgefühl. Der Fuß versinkt nicht in einen weichen Dämpfungsschaum, sondern wird durch die Energierückführung schneller aus der Stützin die Schwungphase geleitet. Der Schuhteil, der die Energierückgabe möglich macht, ist die Zwischensohle. Diese tragen Namen, die nach Science-Fiction-Roman klingen: DNA AMP, Boost, Everun, React oder Flytefoam.

Hinter diesen Bezeichnungen versteckt sich komplexe Materialkunde. Alexander Oberhofer, Produktchef von adidas Running im deutschsprachigen Raum, berichtet, dass die BOOST-Zwischensohle mit Hilfe des großen Chemie-Konzerns BASF entwickelt wurde. Adidas setzt auf Kugeln, auch Pellets genannt. Für diese werden E-TPU, kurz für expandierte thermoplastische Polyurethane, die unter Wasserdampf zusammengeschmolzen werden, verwendet. „Etwa 2.500 Pellets bei einem Energy Boost und bis zu 3.000 bei einem UltraBoost“, berichtet Oberhofer. Die BOOST-Technologie hätte, neben Dämpfung und erwähnter Energierückgabe, ihre Stärken insbesondere in den Punkten Langlebigkeit, Temperaturbeständigkeit und Anpassungsfähigkeit an das individuelle Laufverhalten, so Oberhofer.

Im Gespräch mit den Schuhdesignern und den Produktmanagern merkt man, wie komplex der Planungs- und Herstellungsprozess einer Zwischensohle ist. Es wird viel fachgesimpelt und als studierter Geisteswissenschaftler kommt einem diese Welt zunächst fremd vor. Aber jede Nachfrage lohnt sich und wird gerne beantwortet. Immer wieder stolpert man über das Material Polyurethan (PU). Auch Brooks verwendet dieses für ihre DNA AMP Zwischensohle. „Bereits in den 90er Jahren galt Polyurethan dank der hohen Langlebigkeit wie auch der guten Energierückführung als erfolgsversprechender Schaum in Laufschuhen“, sagt Carson Caprara, Brooks-Director im Global Footwear Product Line Management. Jedoch sei das Material damals noch nicht für die Verarbeitung geeignet gewesen, war zu schwer und anfällig für Risse und Wasserschäden. Also hat die Laufschuhindustrie lange Zeit auf Ethylenvinylacetat (EVA) als Zwischensohlen-Material gesetzt, während sie und andere Branchen, z.B. die Automobilbranche oder Kühlschrankhersteller, weiter an der Neuentwicklung von Polyurethan geforscht haben.

Nach acht Entwicklungsrunden hätte schließlich die neunte Nicht-EVA-Zusammensetzung den Ansprüchen von Brooks entsprochen. Caprara fährt fort: „Wir wollten eine Zwischensohle, die hohe Energierückführung bietet und haben schnell erkannt, dass PU uns das bieten kann“. Auch hier war der Chemiekonzern BASF an der Entwicklung beteiligt. Der Durchbruch war gelungen und das neue Material konnte nun auch in Laufschuhen eingesetzt werden. „Eine hohe Energierückführung, gute Polsterung, leichtes Gewicht und Langlebigkeit miteinander zu kombinieren“, das war laut Caprara das Ziel. Für die aktuelle DNA AMP-Zwischensohle nutzt Brooks eine PU-Mischung und umschließt diese mit mit einer Hülle aus thermoplastischen Polyurethan (TPU). „Das Resultat besteht somit aus einem einzigen Stück und bedarf dadurch keine weiteren Formteile wie es bei EVA der Fall war“, so die Brooks-Expertin.

Gesucht und Gefunden

Spencer White, Vize-Präsident des Innovationszentrums von Saucony, dem Human Performance and Innovation Lab, hebt ebenfalls die Vorzüge von TPU gegenüber EVA hervor: “Im Vergleich zu EVA ist TPU temperaturunabhängig und langlebiger“. Gerade die Hitzeresistenz des Materials ist ein großer Vorteil und erhält die Dämpfungseigenschaften auch bei langen und intensiven Belastungen. Er spricht von jahrzehntelanger Forschung und umfangreichen Tests, die Saucony durchgeführt hat um die Everun-Zwischensohle zu entwickeln. “Saucony eine Reihe von idealen mechanischen Eigenschaften für die Dämpfungstechnologie bei Laufschuhen definiert”, so White. In dieser Zeit wurde dutzende verschiedene Zusammensetzungen der Materialien im Labor und von Läufern getestet. Verschiedenste Eigenschaften des Materials, des Formverfahrens und der Schuh-Konstruktion wurden dabei ausgewertet. “Der Prozess dauerte über zwei Jahre bis wir das erreicht haben was wir wollten: Einen maßgeblich besseren Laufschuh”, sagt White. Das Ergebnis dieses Prozesses ist die Everun-Zwischensohle, die vor etwa drei Jahren vorgestellt wurde.

Einen interessanten Sonderfall stellt mit Sicherheit On dar. Eine klassische Zwischensohle sucht man bei dem Schweizer Hersteller vergebens. Steht bei den anderen Herstellern die Zwischensohle im Mittelpunkt, ist es bei On die aus einzelnen Hohlelementen, den clouds, bestehende Außensohle. Doch bei genauerer Betrachtung wird man auch hier fündig: Eine dünne Zwischensohle verbindet die Clouds mit einer integrierten Flexplatte, auch Speedboard genannt. „In erster Linie ist unsere Zwischensohle ein verbindendes Element und hält das Speedboard an Ort und Stelle“, bestätigt Marieke Stasch von On. In einigen Wettkampfmodellen wird sogar komplett auf eine Zwischensohle verzichtet. Die Dämpfung und die Energierückgewinnung werden dann allein durch die clouds der Außensohle erfüllt.

Die Zukunft ist individuell

Die Zwischensohlenforschung ist ein fortlaufender Prozess und die Hersteller sind weiterhin dabei die Materialien weiterzuentwickeln. An welchen Punkten kann das Material noch optimiert werden? Was könnte die nächste große Innovation sein? Ein Punkt ist mit der Sicherheit die Individualisierung der Passform und die damit verbundene Anpassungsfähigkeit der Zwischensohle an Laufverhalten, Laufstil und Laufuntergrund. Hier sind schon die ersten Schritte gemacht. Einige Hersteller werben schon heute damit, dass der persönliche Fußabdruck von der Zwischensohle aufgenommen wird und sich der Schuh dem Läufer anpasst, nicht umgekehrt. Die Frage ist also nicht ob, sondern vielmehr wann die nächste Revolution des Zwischensohlen-Materials ansteht.


Glossar:

Ethylenvinylacetat (EVA): Der klassisch am häufigsten verwendete geschäumte Kunststoff in Zwischensohlen. Leichtes und elastisches Material, welches gute Dämpfungseigenschaften bietet. Sehr leicht und flexibel, aber nicht so haltbar wie Polyurethan.

Polyurethan (PU): Polyurethan ist eine Kunststoffgruppe, die lange Zeit in anderen Branchen verwendet wurde. Erst vor einigen Jahren wurden PU auch für Laufschuhersteller interessant.

Expandierte thermoplastische Polyurethane (E-TPU): Eine mit Druck und Hitze behandelte Variante von TPU. Der elastische Partikelschaum kombiniert die Eigenschaften von TPU mit den Vorteilen von Schaumstoffen.

Text: Christian Bruneß

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TCS New York Marathon – Traum aller Läufer

Nur noch wenige Wochen, dann ist es soweit: am 4. November startet die größte Marathonveranstaltung der Welt in New York City. Rund 50.000 Laufbegeisterte werden beim Run durch fünf Stadtbezirke der Megametropole ihren Traum verwirklichen. Mit von der Partie ist im diesen Jahr auch aktivLaufen als Medienpartner von New Balance, einem der Hauptsponsoren des TCS New York City Marathon.

Für das Event hat sich die Marke etwas besonderes einfallen lassen und eine spezielle New York-Kollektion entworfen. Hier treffen Style und Funktion zusammen. Coole Outfits und Schuhe mit einer hohen Performance-Leistung. Wer von euch also stylisch auf die Laufstrecke gehen möchte, dem seien diese Outfits ans Herz gelegt.

Footwear

1400 v6

Der 1400 v6 als leichter Wettkampfschuh eignet sich für schnelle Einheiten bis hin zu langen Marathon-Strecken. Durch die einzigartige RevLite-Zwischensohle garantiert der 1400 v6 bei niedrigem Gewicht die höchste Rückstellfähigkeit und sorgt für ein dynamisches und direktes Abrollverhalten. Hervorragende Passform und individuelles Laufgefühl machen den 1400 v6 als Leichtgewicht zum kompromisslosen Multitalent.

Funktionen: RevLite-Zwischensohle, FANTOMFIT und nahtfreies Obermaterial für ein leichtes Tragegefühl, NEUTRALE DÄMPFUNG

 

 

Gewicht: Herren 203 g

Leisten: 10 mm Sprengung

Preis: 120,00 €

 

 

 

 

 

 

 

Gewicht: Damen 170 g

Leisten: 10 mm Sprengung

Preis: 120,00 €

 

 

 

 

 

 

 

FuelCell Impulse

Als eines der neuesten Modelle ist der FuelCell Impulse ebenfalls in der TCS New York City Marathon Version erhältlich. Durch die stickstoffangereicherte TPU-Komponente im Vorfußbereich ermöglicht der FuelCell Impulse ein schnelles und zugleich natürliches Laufgefühl.

Funktionen: RevLite-Zwischensohle, FuelCell, Bootie Construction und Double Jacquard Mesh für ein leichtes Tragegefühl, NEUTRALE DÄMPFUNG

 

Gewicht: Herren 232 g

Leisten: 6 mm Sprengung

Preis: 140,00 €

 

Gewicht: Damen 190 g

Leisten: 6 mm Sprengung

Preis: 140,00 €

 

Fresh Foam 1080 v8

Auch der neue Fresh Foam 1080 v8 ist Teil der Marathon Capsule-Kollektion und bietet durch die verbesserte Hexagonstruktur der Fresh-Foam-Zwischensohle mehr Dämpfung als jemals zuvor. Zudem verspricht das Modell erstklassigen Halt und optimale Führung im Mittelfußbereich.

Funktionen: Fresh-Foam-Zwischensohle, Bootie Construction, nahtfreies Obermaterial für ein leichtes Tragegefühl, MAXIMALE DÄMPFUNG

 

Gewicht: Herren 317 g

Leisten: 8 mm Sprengung

Preis: 170,00 €

 

Gewicht: Damen 283 g

Leisten: 8 mm Sprengung

Preis: 170,00 €


Apparel

Die 2018er Marathon-Kollektion wird durch passende Funktionsbekleidung bestens abgerundet. Inspiriert durch die alumisierten Mylar-Decken bietet New Balance mit dem brandneuen Feature NB Radiant Heat den Läufern eine besonders innovative Technologie. Diese sind an den Jacken und Westen verarbeitet und gewährleisten eine permanente Rückstrahlung der eigenen Körperwärme, um ein schnelles Auskühlen zu verhindern.

Ein weiteres Highlight der Kollektion ist die wind- und wasserabweisende Marathon Windcheater Jacket, die 2018 in fünf neuen Farben zurückkehrt: Laser Blue und Claret bei den Herren, Polaris und Arctic Sky für die Damen, All-Black für beide Geschlechter. Die ikonische Laufjacke erinnert an die erste New Balance Apparel-Kollektion aus dem Jahr 1978, die für den Athleten von heute optimiert wurde. Reflektierende Tapes über Brust und Rücken sind eine Hommage an die Originaljacke und sorgen für zusätzliche Sichtbarkeit bei schwachen Lichtverhältnissen.

Darüber hinaus punktet die Funktionsbekleidung mit originellem Design. Der Grafik-Druck erinnert an einen Blick aus der Vogelperspektive auf das Läuferfeld, das voller Vorfreude an der Startlinie steht.

Accessoires, Shirts und Shorts vollenden die Kollektion und bieten dem Läufer sämtliche Ausstattung, um einen Marathon erfolgreich bestreiten zu können.

Eine Übersicht über alle Styles und Schuhe der New York-Kollektion gibt es hier.

 

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Laufschuhkauf im Internet

Viele Onlineshops locken Läufer mit großzügigen Rabatten und einer breiten Modell-Auswahl. Eine klassische Laufanalyse auf dem Laufband kann dabei nicht durchgeführt werden. Einige Onlineshops haben deshalb eigene Beratungsangebote entwickelt.

Der Weg zu einem neuen Laufschuh dauert heutzutage nur noch Bruchteile von Sekunden. 0,47 Sekunden um genau zu sein. In dieser Zeit hat mir die Suchmaschine 1.940.000 Ergebnisse zu den Suchbegriffen „Laufschuhe online“ aufgelistet. Natürlich sind nicht alle diese Seiten Onlineshops mit großem Laufschuhsortiment, aber es gibt eine Vielzahl von Anbietern, die sich auf den Laufschuhmarkt spezialisiert haben, darunter die Webseiten Jogging-Point, 21run, Runners Point und Shop4Runners. Eins ist von vornherein klar: Eine persönliche Beratung, wie man sie aus dem Fachhandel kennt, fällt weg – das liegt in der Natur der Sache. Das ist oftmals auch eines der Hauptargumente gegen den Kauf von Laufschuhen im Internet. Ohne die Beratung vor Ort, ohne das Anprobieren und Testlaufen von unterschiedlichen Marken und Modellen ist es schwer zu wissen, welcher Schuh der Richtige ist. Der Online-Handel scheint auf diese Vorbehalte einzugehen und bietet mittlerweile vermehrt online-gestützte Laufberatungen an. Diese ist mal mehr, mal weniger komplex, in der Regel aber kostenlos. Meine Neugierde ist geweckt und der Selbstversuch kann losgehen.

Die Anbieter im Test

Ich gehe folgendermaßen vor: Gesucht wird der preisgünstigste Laufschuh, der laut der Online- Beratung am besten zu meinen körperlichen Voraussetzungen und Laufgewohnheiten passt. Dazu nutze ich das jeweilige Beratungsangebot nach bestem Wissen und Gewissen und stelle jeweils eine Nachfrage per Email. Los geht´s bei Runners Point. In der Menüleiste auf „Beratung“ geklickt und schon ist man da. „Service der besonderen Art: Mit dem Laufschuhberater zum perfekten Schuhwerk“ lautet die Überschrift und verspricht einiges. Die Beratung findet in fünf Schritten statt. Nach den einfacheren Kategorien Geschlecht und Gewicht wird es etwas komplizierter: Gefragt ist der Fußtyp. Ob man einen Hohlfuß, Normalfuß, Senkfuß oder Knickfuß hat, kann man anhand eines Tests ermitteln, der in einem kurzen, einminütigen Video erklärt wird. Dann geht es um die Beinachse. Auch hier erklärt ein Video, ob man zu O- oder X-Beinen neigt. Im letzten Schritt wird geschaut, wie sich die Beinachse in der Bewegung verhält. Dieser Test ist nicht ganz einfach auszuführen und es empfiehlt sich, eine zweite Person zu Hilfe zu ziehen. Am Ende dieses etwa zehnminütigen Vorgangs werden passende Vorschläge präsentiert. Bei mir waren es 61 vermeintlich passende Modelle. Diese habe ich nach Kundenbewertungen sortiert und den beliebtesten Schuh ausgewählt: Der „Adidas Ultra Boost“. Ein gut gedämpfter Neutralschuh also. Meine Nachfrage per Email, ob dieser Schuh auch Marathon-tauglich sei, wird nach drei Tagen beantwortet. Aber leider nur insofern, als dass man diese Frage leider nicht beantworten könne und auf eine der Runners Point-Filialen verweist.

Topseller und Schuh-matches

Der nächste Shop ist 21run. Hier suche ich zunächst vergeblich nach eine Schuhberatung. Ich gelange auf eine Seite, auf der verschiedene Schuhtypen beschrieben werden. Unterschieden wird in Überpronations-, Neutral-, Barfuß-, Trailrunning-, Lightweight-, und Wettkampf- Schuhe sowie Leichtathletik-Spikes. Jede dieser Kategorien wird in wenigen Worten beschrieben. Eine individuelle bzw. interaktive Beratung gibt es bei 21run nicht, weshalb eine Beratung nicht stattfindet. Eher werden allgemeine Hinweise gegeben. Ich wähle „Neutralschuhe“ und bekomme 254 Artikel vorgeschlagen. Eine unübersichtlich hohe Zahl. Was tun? Ich sortiere die Schuhe nach Topseller und schlage zu: Da, der Topseller! Um sage und schreibe 68 Prozent reduziert. Es handelt sich um den Krom MTX des mir bis dato unbekannten Herstellers max-Q.com. Meine Nachfrage zum Schuh wird nach 10 Tagen beantwortet. Der Krom MTX ist interessant. Wasserdicht, 360 Grad reflektierend, gut gedämpft. In einem stationären Geschäft, wäre mir dieser Schuh wohl kaum über den Weg gelaufen. Jogging-Point ist der dritte Shop, den ich besuche. Auch hier: Gleich auf der Startseite wird auf den Laufschuh-Berater hingewiesen. Nacheinander werden abgefragt: das Geschlecht, Alter, Gewicht, das Laufpensum, der Laufuntergrund, die Fußform, der Fußaufsatz (Vorfuß-, Mittelfuß, Ferse) und die Beinachse. Das Ganze geht sehr schnell. Sehr knappe Hinweise und Grafiken erklären, wie man die Selbsteinschätzung durchzuführen hat – für Neulinge, die noch nie etwas von Fußaufsatz oder Beinachse gehört haben, sicherlich keine leichte Aufgabe. Im Ergebnis werden mir drei Schuhe vorgeschlagen, jeweils mit einer Match-Zahl. Ich nehme den Schuh, der offenbar am besten zu mir passt, nämlich mit 98 Prozent. Zusätzlich ist der Schuh auch noch um zehn Prozent reduziert. Es ist der „Nike Zoom Fly“. Ich stelle per Email eine Nachfrage, ob dieser Schuh auch für einen Marathon geeignet sei und bekomme innerhalb von wenigen Stunden eine Antwort.

Per Videoanalyse zum Schuh

Shop4Runners steht als letztes auf der Liste. Hier wird gleich auf der Startseite die „Online- Fachberatung“ angeboten. Klingt gut! Es handelt sich um eine Online-Laufanalyse, die 29,95 Euro kosten soll und „professionelle Beratung, individuelle Laufschuhempfehlung und eine sportwissenschaftliche Auswertung“ verspricht. Dazu fülle ich ein Formular aus, beschreibe meine Laufgewohnheiten, meine Ziele und meine bisherigen Schuhe – und werde dann aufgefordert mit dem Smartphone Bild- und Videoaufnahmen zu machen. Also: Schuhe und Socken aus, die Hose hochgekrempelt, die skeptisch dreinblickende Kollegin vom Nebentisch um Hilfe gebeten und fünf Meter barfuß den Flur entlang gejoggt und wieder zurück. Im Anschluss habe ich noch zwei Fotos von meiner Fußstellung gemacht. Gespannt auf das Ergebnis schicke ich die gesammelten Werke ab. Das Ergebnis soll nach maximal drei Tagen da sein. Nach zwei Tagen erhalte ich eine Email. Man könne das Video nicht öffnen, ob ich es auf einem anderen Wege schicken kann. Kann ich. Nach einer weiteren Woche erhalte ich ein zwölfseitiges PDF-Dokument von einer Sport- und Fitnesstrainerin mit meiner Auswertung, zwei Schuhempfehlungen und Tipps zu Ergänzungsübungen. Die Auswertung wirkt professionell und handfest und arbeitet mit Standbildern meiner Videoaufnahme. Das Ergebnis gleicht den bisherigen: Ich benötige einen Neutralschuh. Vorgeschlagen werden der „Brooks Adrenaline GTS 18“ und der „Saucony Kinvara 9“.

Gut beraten im Onlineshop?

Am Ende meiner kleinen Einkaufstour stelle ich fest: Qualitativ unterscheiden sich die Beratungsmodelle zum Teil stark voneinander. Das hängt auch davon ab, ob man bereit ist, wie bei Shop4Runners, Geld zu bezahlen. Begnügt sich der eine Anbieter mit stichwortartigen Beschreibungen von Schuhtypen (21run), bietet ein anderer eine per Video angeleitete Befragung durch. Zu den Schuhen, die mir empfohlen wurden: Es war immer ein Neutralschuh. Hier stimmen sich die Beratungstools also überein. Wird die Online-Beratung von den Kunden angenommen? Ronny Okwieka, von Shop4Runners, gibt Auskunft: „Die Online-Laufanalyse wird in der Tat recht selten genutzt.“ Auf alle Verkäufe gerechnet wären es deutlich weniger als ein Prozent der Kunden, so Okwieka. Sind die Online-Beratungen ratsam? Es kommt darauf an. Einem Laufanfänger ist eher die persönliche Beratung bei einem Fachhändler zu empfehlen. Ein erfahrener Läufer kann die Online-Beratung dazu nutzen, die vielen Schuhe vor zu sortieren, um dann, unter Umständen, auch mal ein Schnäppchen zu machen.

Online vs. stationärer Handel?

Stimmt es denn, dass der Online-Handel den Fachhandel kaputt macht, wie man allerorten hört? Das könne man so nicht bestätigen, sagt Martin Lüchtefeld vom Laufladen Bunert in Köln. „Auf die ganze Online-Geschichte haben wir reagiert, indem wir auf unseren Flächen noch viel besser geworden sind, als wir vor zwölf oder dreizehn Jahren waren.“ Neben den Laufschuhen bietet sein Geschäft nun auch Getränke, Toiletten, Parkplätze und einen regelmäßigen Lauftreff an. „Ich bin ein absoluter Fan des stationären Handels und wir sind da auch sehr erfolgreich mit. Der Umsatz ist heute fünfmal höher wie vor zwölf Jahren“, so der Kölner Ladenbesitzer. Man würde der Zukunft sehr optimistisch entgegensehen, fügt er hinzu. Gibt es Kunden, die sich im Laden beraten lassen, um anschließend im Internet zu kaufen? Das komme selten vor, sagt Lüchtefeld. Und einige der Schuhe seien im Internet nur schwer zu kriegen. Als Beispiel wird Brooks genannt. Woran liegt das? Ich habe bei Lara Hasagic, Marketing Managerin bei Brooks, nachgefragt. „Brooks verfolgt seit drei Jahren eine selektive Distribution, um den stationären Handel zu unterstützen. Das heißt, pure Online-Händler werden nicht beliefert“, erklärt sie. Ein Aspekt wird dadurch sichergestellt: Die Kundenzufriedenheit. „Wir empfehlen immer eine professionelle Beratung durch unsere Händler, um sicherzustellen, dass man auch den richtigen Schuh für seinen perfekten Lauf findet“, so Hasagic. Auf die individuelle Beratung im Fachhandel sollten Läufer also nicht verzichten. Trotz Digitalisierung und vermeintlicher Schnäppchen.

Text: Christian Bruneß

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Den Alltag vergessen

Die Nerurowissenschaften beschäftigen sich seit geraumer Zeit mit den Auswirkungen des Laufens auf das Gehirn. Eine Bestandsaufnahme.

Ben Martynoga ist ein britischer Neurowissenschaftler. Die meiste Zeit der letzten zwei Jahrzehnte war Ben in Labors auf der ganzen Welt und hat das menschliche Gehirn studiert, um zu verstehen, wie es funktioniert, insbesondere, wie es wächst und Gestalt annimmt. Ben hat sich dabei mit dem US-Laufschuhhersteller Saucony zusammengetan, um ein Licht auf die faszinierende Verbindung zwischen dem Laufen und dem Gehirn zu werfen. Und wie der Sport einen positiven Einfluss auf unseren Geisteszustand haben und helfen kann, Ablenkungen des Alltags zu vermeiden.

Laufen als Mentaltraining

Für all diejenigen, die regelmäßig laufen gehen, scheint es zunächst offensichtlich: Unser Lieblingssport hat einen positiven Effekt auf den Körper. „Neurowissenschaftler“, erklärt Ben, „betrachten das Ganze noch ein wenig differenzierter, schauen genauer hin, versuchen, Zusammenhänge zu erschließen.“ Die Grundidee, dass Laufen die Gedanken im Kopf klarer macht, es einen fokussierter werden lässt – was ist dran an dieser Theorie? Warum „entstresst“ uns Laufen, fördert sogar die Kreativität?

Es gibt mittlerweile gute Belege dafür, dass diese Gedanken keine reinen Theorien sind, sagt der Neurowissenschaftler. Während einer Trainingseinheit durchlaufen wir beispielsweise verschiedene Formen der Fokussierung, es ähnelt einer Art Mentaltraining. Mal konzentrieren wir uns bewusst auf das Atmen, dann wieder auf den nächsten Schritt. Wo setzen wir den Fuß hin? Das sind Prozesse, die im Hirn in der gesamten Trainingszeit ablaufen. Dabei entsteht auch der bekannte Flow, das Runnershigh. Ein Zustand, der den Läufer schweben lässt, während die Außenwelt verschwimmt. Dieser Zustand wird stark durch die Endorphinausschüttung im Körper beeinflusst, Glücksgefühle, die jeder Läufer kennt. „Es ist wie eine Art Opium oder Cannabisrausch, produziert im Gehirn“, so der Wissenschaftler. „Von diesem Zustand kann das Hirn stark profitieren“, erklärt Ben weiter. Natürlich kann es auch einfach ein Gefühl der Zufriedenheit auslösen.

Hirnzellen bilden sich neu

Vielleicht ist das auch ein Grund, warum selbst ein harter Lauf, ein Training, das sich schwer anfühlt, irgendwann umschlagen kann in einen angenehmen Lauf und wir spätestens dann, wenn wir zu Hause ankommen, eine zufriedene Erschöpfung empfinden. Ein Gefühl, welches, unterhält man sich mit Läufern, auf die meisten von uns zutrifft und uns am Laufen hält. Nur ganz selten fühlt man sich nach dem Training schlechter – das Gegenteil ist der Fall.

Im Körper selbst passieren dabei tolle Dinge. Synapsen verknüpfen sich, neue Erfahrungen werden neuronal verbunden und wirken sich positiv auf die Gesundheit aus. Selbst die Entstehung der Gehirnzellen wird durch diesen Prozess begünstigt; nicht schlecht, oder? Noch vor 20 Jahren dachten die Wissenschaftler, dass Babys mit sämtlichen uns zur Verfügung stehenden Neuronen geboren werden, dass sich an der Anzahl also nichts mehr ändern kann. In der Zwischenzeit weiß man, dass sich über die gesamte Lebenszeit Zellen nachbilden können. Laufen scheint dabei für den Körper eine gute Möglichkeit zu sein, diese Prozesse anzuschieben.

Wenn man Hirnströme von professionellen Läufern und Nichtläufern vergleicht, kann man funktionelle Unterschiede in den Gehirnen der beiden Gruppen feststellen. Gerade im Bereich des Frontallappens, dem Bereich, wo ausführende Handlungen entschieden werden, sind die Unterschiede besonders groß. Wir alle kennen das von unseren Trainingsläufen: Auf einmal verstehen wir Zusammenhänge, entwickeln während des Laufens neue Ideen. Auch Probleme, die sich zunächst als kompliziert darstellen, bekommen wir leichter entwirrt.

Genau auf diese Elemente des Laufens zielt auch die White-Noise-Kollektion von Saucony ab. Der US-Hersteller und Ben arbeiten gemeinsam an diesem Thema. Abschalten vom Alltag, dem rauschenden Trubel entfliehen, Klarheit bekommen. Mit diesem Wissen haben wir noch einen Grund mehr, laufen zu gehen. Denn es geht nicht nur ums Fitterwerden oder Abnehmen – auch das Gehirn profitiert davon. Es ist gut zu wissen, dass, wenn wir unsere Muskeln und Sehnen bewegen, auch das Hirn einen positiven Nutzen davon hat. All dies zusammengenommen verändert die Haltung zum Laufen maßgeblich

Text: Ralf Kerkeling

Woman running and jumping in a forest

Schluss mit Wundscheuern und Blasen – was wirklich hilft!

Egal, ob man nur gelegentlich mal laufen geht, um den Kopf frei zu bekommen oder gerne an Wettkämpfen teilnimmt und sich darauf wochenlang vorbereitet – jeder Läufer kennt es: Kaum ist man eine Zeit lang unterwegs, macht sich auch schon die Reibung von Haut an Haut oder Kleidung an Haut bemerkbar.

Wundscheuern und Blasenbildung kündigen sich an. Da man beim Laufen immer wieder die gleiche Bewegung wiederholt und die Problemstellen dadurch permanent gereizt werden, entstehen wunde, teils offene Stellen und Blasen. Diese sind sehr unangenehm und schränken einen beim Lauftraining und im Wettkampf ein.

Läufer leiden an den folgenden Hautstellen unter Wundscheuern und Blasen:

  • An den Füßen durch die Schuhe; vor allem Zehen und die Ferse sind oft betroffen
  • An den Brustwarzen durch die Reibung des T-Shirts
  • Zwischen den Oberschenkeln
  • An den Armen durch die Reibung des T-Shirts oder des Sport-BHs

Tipps zur Vorbeugung von Wundscheuern und Blasen

Während viele Sportler sich einfach damit abfinden, dass diese nach einer Laufeinheit eben unter den genannten Beschwerden leiden, muss das absolut nicht sein. Denn es gibt Tipps, mit denen man Wundscheuern und Blasenbildung vorbeugen kann:

  • Mit 2SKIN von pjuractive lassen sich Blasen in den Laufschuhen und wunde Stellen am Körper jetzt verhindern! Denn das Hautschutzgel eignet sich perfekt für die Bedürfnisse beim Laufsport. Das atmungsaktive Gel kann genau auf die Problemstellen aufgetragen werden und schränkt einen dabei nicht ein. Es bildet sich sofort ein unsichtbarer Schutzfilm, der die Zellstruktur der Haut stärkt und dadurch Stress & Druck auf die Haut auf größere Flächen verteilt. Außerdem ist das Hautschutzgel ultra lang anhaltend und widerstandsfähig, ohne die Poren zu verstopfen. Zudem ist es wasser- und schweißresistent. Daher ist es auch für lange Laufeinheiten und extreme Belastungen sehr gut geeignet.
  • Man sollte zusätzlich auf die richtige Sportkleidung achten. Im Optimalfall kann diese die Haut trocken halten und transportiert Feuchtigkeit sofort von dieser weg. Außerdem sind häufig auch die Nähte daran schuld, dass man wunde Stellen und Blasen bekommt.
  • Schuhe sollten erst eingelaufen werden. So verhindert man, dass das Material zu starr ist und so besonders an der Haut reibt.
  • Laufschuhe sollten im Fachgeschäft oder beim Fachhändler gekauft werden. Auf diese Weise findet man den optimalen Laufschuh, der für die Strecken, die man zurücklegen möchte und auch für die eigene Fußform optimal ist. Kauft man Laufschuhe, die einem nicht richtig passen – egal, ob zu groß oder zu klein – nimmt das Risiko an Wundscheuern und Blasenbildung zu.

Lass dich von Wundscheuern und Blasen nicht aufhalten. Mit pjuractive 2SKIN und den anderen Tipps lassen sich Blasen an den Füßen und wunde Stellen an anderen Körperstellen jetzt ganz einfach vorbeugen!

Fotos: pjuractive

Laufschuhberatung

Online zum neuen Laufschuh

Der Weg zu einem neuen Laufschuh kann heutzutage nur noch Bruchteile von Sekunden dauern. 0,47 Sekunden um genau zu sein. In dieser Zeit hat mir die Suchmaschine 1.940.000 Ergebnisse zu den Suchbegriffen „Laufschuhe online“ aufgelistet.. Eins ist von vornherein klar: Eine persönliche Beratung, wie man sie aus dem Fachhandel kennt, fällt weg – das liegt in der Natur der Sache.

Die Laufschuhberatung von www. jogging-point.de beispielswiese fragt alle essentiellen Punkte zum Kauf ab. Der Selbsttest geht schnell, erfordert aber eine gewisse Kenntniss. Individuelle Fragen werden allerdings schnellst von Jogging-Point beantwortet.

Einfach mal testen – hier geht es zum Laufschuhberater.

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White Noise – mit Saucony dem Alltagsstress davonlaufen

Das Laufen ist für viele ein Gegenpol zum lauten Alltag. Die White Noise-Life on the Run-Serie von Saucony verleiht den Running-Modellen einen neuen Style, der diesen Aspekt des Laufens auch farblich betont.

Das andauernde Rauschen des Alltags, das „weiße“ Geräusch (White Noise) schafft ein Durcheinander und vernebelt uns schon mal die Sinne. Da ist es Zeit mal durchzuatmen und Ruhe zu finden. Die White Noise Kollektion von Saucony spiegelt genau dieses Phänomen wieder. Ist der Alltag und das Berufsleben heutzutage hektisch und stressverursachend, dann ist das Laufen die Zeit, in der Klarheit herrscht und der Geist sich beruhigen kann. Die Konzentration auf den eigenen Atem, und die fließende Bewegungsabfolge, ein weißes Rauschen, welches Läufern den Ausgleich bietet, den sie brauchen.

 

 

 

 

 

 

Um das zu verdeutlichen hat Saucony allen Running-Modellen einen neuen Style verpasst. Das zarte Weiß und das dezent gesprenkelte Muster verleihen den Performance Laufschuhen ein zusätzliches Etwas, einen alltagstauglichen Style, der sowohl auf der Laufstrecke als auch im Café funktioniert. Die Kollektion besteht aus insgesamt neun Modellen: darunter befinden sich, neben Klassikern wie dem Kinvara und Ride, auch die neuen Modelle: Freedom ISO, Liberty ISO und Ride ISO. Sämtliche Modelle sind ausgestattet mit den bekannten Features der bewährten Running Modelle, einem Plus an weißem Style und rauschigem Look.

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Mode und Technik – neue Funktionsbekleidung

Funktionsbekleidung ist eine High-Tech-Angelegenheit geworden. Auf Leistung und Funktionalität optimierte Materialien und Technologien machen das Laufen angenehmer und, im wahrsten Sinne des Wortes, reibungsloser als je zuvor. Schlechtsitzende und unbequeme Laufbekleidung können einem die Lust am Laufen nehmen oder sogar die neue Bestzeit im Wettkampf kosten.

Unter Strich muss Trainingsbekleidung drei Anforderungen erfüllen: Sie muss funktionell sein, exakt passen und zudem gut aussehen, damit sie gerne getragen wird. Die deutsche Marke CEP ist seit Jahren Spezialisten auf dem Gebiet der Kompressions- und Bekleidungstechnologie. Wer in jüngster Zeit einen Stadtmarathon gelaufen ist, wird die unzähligen bunten CEP Kompressionssocken gesehen haben.

Compression Tights und Shorts

Ähnlich wie die Wadenkompression sind auch die neuen Run Compression Tights & Shorts 3.0 dafür entwickelt worden, die Leistungsfähigkeit und Regeneration der Beinmuskulatur zu fördern. Die bewährte medi compression Technologie sorgt für eine verbesserte Durchblutung der Muskulatur und wirkt sich zudem positiv auf die Ausdauer und vor allem auf die Regenration aus. Darüber hinaus werden Gelenke und Sehnen stabilisiert um Verletzungen vorzubeugen. Die Tights und Shorts fühlen sich an wie eine zweite Haut. Dank der nahtlosen Verarbeitung kommt es zu keinen Hautirritationen oder Scheuerungen. Und, nicht ganz unwichtig, sie machen beim Laufen eine gute Figur. Und damit man auch an kühleren Tagen nicht auf die Vorteile der Kompression verzichten muss, gibt es neben der Shorts auch eine dreiviertel und eine lange Variante.

 

Topo Athletic

Natural Running mit TOPO Athletic

Das Thema Sprengung ist seit Jahren ein viel und kontrovers diskutiertes Thema in der Läufercommunity – ein heißes Eisen, wenn man so will. Nicht nur Läufer, sondern auch Hersteller vertreten dabei unterschiedliche Ansätze. Neu am Markt sind die Schuhe von TOPO Athletic.

Da der Laufstil und die gesamte Biomechanik eines jeden Läufers eine höchst individuelle Angelegenheit ist, sollten Läufer ausprobieren und testen, bevor sie sich für ein Modell entscheiden. Die noch junge Laufschuhmarke TOPO Athletic aus den USA setzt auf die Natural Running-Philosophie. Die Hauptaugenmerke der Marke liegen deshalb auf einer niedrigen Sprengung (0-5 mm), einer breiten Zehenbox und einem sehr geringen Gesamtgewicht. Topo-Schuhe vereinen damit die Prinzipien des Natural Runnings mit Komfort und Performance. “Der Schuh stellt die Verbindung zwischen dem Untergrund und unserem Fuß da. Barfuß – also natürlich – gibt es keine Sprengung in unseren Füßen. Also ist null Sprengung das Natürliche und anzustrebende, auch für TOPO Schuhe“, erklärt Ingo Kruck, Marketing-Chef beim ACS-Vertrieb GmbH, dem deutschen TOPO-Distributor. Gleichzeitig sei ihm aber auch bewusst, dass nicht jeder Läufer sofort auf einen „Null Sprengung Schuh“ umstellen könne. Der Körper ist ein Gewöhnungstier und mag keine allzu kurzfristigen Veränderung. Kruck ergänzt dazu: “Anpassungsvorgänge brauchen ihre Zeit. Daher bietet TOPO 5, 3 und 0 mm Sprengung Schuhe an.“

Die Marke TOPO Athletic geht auf Tony Post zurück, der vor wenigen Jahren und mit dem Wunsch nach dem perfekten Laufschuh sein Konzept in die Tat umsetzte und die Marke gründete. Er selbst hat als Läufer zahlreiche Verletzungen erlitten, weshalb es ihm ein persönliches Bedürfnis war Laufschuhe zu entwickeln, die den natürlichen Bewegungsablauf des Körpers fördern. Ideal für den Übergang vom klassischen Laufschuh mit viel Überhöhung ist der mit 5 mm Sprengung, auch „Drop“ genannt, ausgestattete Ultrafly (siehe Abbildung). Der gut gedämpfte und komfortable Allrounder bildet ein ideales Adaptionsmodel in Richtung Null-Sprengung.

Text: Christian Bruneß

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