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Lauftechnik – Fakten zum Vorfußlauf

Gerade bei der Lauftechnik scheiden sich die Geister und unterscheiden sich die Vor- von Mittelfuß- und FersenläuferInnen. Gibt es ein Richtig und Falsch? Oder ist es schlicht eine Frage der Gene? Wir liefern euch in diesem Kurzartikel die wichtigsten Fakten zum Vorfußlauf.

Beim Thema Lauftechnik geht es besonders darum, wie der Fuß beim Laufen auf dem Boden aufsetzt. Vereinfacht gesagt, vergeudet ein Spitzenläufer keine Energie beim Laufen, während HobbysportlerInnen bei jedem Schritt einen Großteil ihrer Kraft dafür aufwenden, aus einer stehenden Position wieder ins Laufen zu kommen.

Grundsätzlich unterscheiden wir zwischen verschiedenen Lauftechniken: Vorfuß-, Mittelfuß- und Fersenlauf. Wie wir laufen, hat immer etwas mit der individuellen Körperstatik, aber auch mit der Beweglichkeit und der Koordination zu tun. Wer wie läuft, wird schon im Kindesalter bestimmt. Den eigenen Laufstil über Nacht zu ändern, ist daher unmöglich. Wer jahrelang seinen Laufstil beibehalten hat, dem sei gesagt, dass eine Umstellung auf den optimalen Laufstil ein lang anhaltendes Projekt darstellt. Nicht jede LäuferIn ist grundsätzlich für jeden Laufstil geeignet. Deshalb gilt: Erkenne deinen eigenen Laufstil, aber versuche nicht krampfhaft, diesen umzustellen, sondern behalte diesen bei und optimiere ihn gegebenenfalls.

Vorfußlauf – Lauftechnik der Profis

Der Vorfußlauf gilt als sehr natürlicher Laufstil. Wer barfuß läuft, setzt fast zwangsläufig mit dem Vor- bzw. dem Mittelfuß auf. Der Grund: Unter der Ferse gibt es kaum Fettpolster, während der Fußballen optimal ist, um auch mit schwierigen Bodenverhältnissen umzugehen. Überwiegend angewendet wird der Laufstil von professionellen LäuferInnen auf Sprint-Distanzen bis 400 Meter. Dort setzt man schon wegen der nach vorne gebeugten Laufhaltung mit dem Vorfuß auf. Doch auch professionelle LangstrecklerInnen laufen in der Regel über den Vor- bzw. Mittelfuß. Amateure hingegen eher nicht, denn die Voraussetzung für diesen Laufstil ist eine sehr gute Athletik.

Beim Vorfußlauf setzt die LäuferIn zuerst vorne auf. @Imago Images/ Westend61

Vorteile

  • Fußaufsatz nahe am Körperschwerpunkt
  • Bewegungsenergie wird optimal genutzt
  • Kurze Bodenkontaktzeit, lange Flugphase
  • Muskeln und Bänder federn die Aufprall-Energie ab

Nachteile

  • Eignet sich „nur“ für kürzere Strecken oder Steigungen
  • Höhere Gefahr von Überlastung der Muskulatur und der Sehnen
  • Umstellung dauert lange und setzt eine sehr gute Athletik voraus

Kleiner Tipp: Weitere Texte zum Thema findest du in unserer Rubrik Training.