Tag : Laufschuhe

Ohne Titel_klein

Optimiert für die Straße – Salomon Obtivibe Dämpfung

Wer sich mit möglichst viel Komfort auf der Straße laufend bewegen möchte, dem sei eine gute Dämpfung empfohlen. Der französische Hersteller Salomon setzt in diesem Jahr neue Akzente und bringt seine neuartige Optivibe Dämpfung unter des Läufers Füße.

Salomon setzt somit die Erfolgsserie seiner Straßenlaufschuhe fort und kommt mit drei weiterentwickelten SONIC-Modellen auf den Markt: SONIC 3 Accelerate, SONIC 3 Balance und SONIC 3 Confidence. Die neuen SONIC-Modelle sind auf unterschiedliche Lauftypen abgestimmt. Alle Modelle sind mit der neuen OPTIVIBE-Technologie von Salomon ausgestattet. Diese ermöglicht es den Läufern, energiesparender und somit länger zu laufen. OPTIVIBE ist eine einzigartige Kombination von Schaumstoffen, die Dämpfungs- und Antriebseigenschaften miteinander kombiniert.

Ermüdungsinduzierende Vibrationen beim Aufkommen auf dem Boden werden reduziert, ohne dabei die Gesamtleistung zu beeinträchtigen. Eine schnelle, effiziente Übertragung der Vorwärtsbewegung vom Aufsetzen bis zum Abstoß gewährleistet die Geometric DecouplingTM Achse.

 

Und so sehen die neuen Modelle aus:

[caption id="attachment_3379" align="alignleft" width="300"] SONIC 3 CONFIDENCE Der Sonic 3 Confidence ist ein strukturierter Trainingsschuh, für den Fall, dass etwas mehr Stabilität benötigt wird. Sprengung: 10mm, Sohlenhöhe: 30/20mm VK-Preis: 139,95 €[/caption] [caption id="attachment_3377" align="alignleft" width="300"] SONIC 3 ACCELERATE Mit nur 223 Gramm ist der Sonic 3 Accelerate ein leichter Trainingsschuh. Sprengung: 6mm, Sohlenhöhe: 24/18mm VK-Preis: 139,95 €[/caption] [caption id="attachment_3378" align="alignleft" width="300"]Sonic 3 Balance SONIC 3 BALANCE Der leichte Sonic 3 Balance ist ein fortschrittlicher Trainingsschuh für Allround-Performance. Sprengung: 8mm, Sohlenhöhe: 28/20mm VK-Preis: 139,95 €[/caption]

 

 

 

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Es kommt eben doch auf die Länge an

Von zu vielen gehasst, von zu wenigen geliebt. Der lange langsame Lauf spaltet die Läuferschar. Hier kommt eine Liebeserklärung an den langen Lauf – es kommt eben doch auf die Länge an.

Text: Philipp Jordan

Es ist wahrlich unbefriedigend. Ich buddele mich gerade mit aller Kraft aus einer tiefen Laufkrise. Dieses Jahr lief es einfach nie so richtig gut. Doofe kleine Verletzungen hier, viel zu schmackhaftes Essen da, dazu noch eine Extraportion Faulheit, und schon siehst du dich im Spiegel, rund wie ein Ballon. Das muss sich natürlich schleunigst ändern. Und ich weiß natürlich wie. Die Antwort auf so viele Fragen im Leben ist denkbar einfach: Laufen! Dummerweise bin ich so sehr aus dem Tritt geraten, dass erst einmal nur Baby Steps drin sind – die Steps eines besonders fettleibigen Babys. Ich habe keine Wahl, was ich genau für ein Lauftraining mache, denn momentan sind nur sehr kurze Runden drin.

Das ist traurig, denn nichts ist erfüllender als der gute alte Long Run. Ich vermisse ihn, und ich möchte Ihnen in den folgenden Zeilen nahelegen, warum ausgerechnet dies die Königsdisziplin ist. Ich habe nichts gegen Intervall-Training. Es gehört zum Laufsport, und es mag Leute geben, die es genießen, immer schön nah an der Kotzgrenze zu wandeln. Die mögen es ja eventuell sogar, wenn ihnen die Milchsäure die Muskeln zerfetzt, während die Lungen kurz vor dem Kollaps sind. Aber der Intervall wird nie meine Lieblingstrainingseinheit sein. Dann gibt es noch die sogenannte Hausrunde. Das ist meist die Zehn-Kilometer-Runde, die man mehrfach die Woche läuft. Selbst wenn man diese variiert, läuft man sie fast gänzlich auf Autopilot. Weder ist die Distanz fordernd noch die Strecke unterhaltsam. Und täglich grüßt das Murmeltier in Turnschuhen. That’s it.

Die wahre Königsdisziplin ist eben der lange langsame Lauf, weil er eine sehr elitäre Angelegenheit ist. Dieses Fünf-Kilometer-Gesindel, pah, die können ja gar nicht verstehen, worüber sich der Lauf-Adel hier unterhält. Das Mitspracherecht muss man sich nämlich hart erarbeiten. Den Long Run erkämpft man sich hart. Stück für Stück. Schweißtropfen für Schweißtropfen. Du musst eh wieder nach hause Man muss sich diese Tortur natürlich irgendwie schönreden. Ich spiele immer 80s Action Movie. Während der Rest der Familie noch tief vor sich hin träumt, ist der knallharte Supersoldat Philipp Mc Rambo schon wach und macht sich bereit für die Invasion.

Im Hinterkopf schallt eine typische Hardrock-Nummer aus den 80ern durch meinen Kopf, und die perfekte Actionfilm-Montage beginnt. Wo Arnold sein Messer wetzte und seine Handgranaten am Gürtel befestigte, fülle ich meine Wasserflaschen und verstaue meine Energiegels. Wo Rambo seine Fallen schnitzte und sein Funkgerät überprüfte, stülpe ich mir die Laufhandschuhe über und überprüfe die Batterien meines MP3-Players. Ich bin wie ein Uhrwerk. Jeder Schritt muss sitzen. Nichts darf vergessen werden. Und wenn ich dann mit Trinkrucksack bewaffnet, begleitet von einem gigantischen Blasorchester, raus in die Kälte stapfe, sind wir eigentlich schon in der nächsten Film-Montage. Diese ganze Vorbereitungszeremonie ist doch der halbe Spaß! Ein weiterer Vorteil liegt schon im Namen. Es ist nämlich der lange LANGSAME Lauf.

Man darf es easy angehen lassen. Jeder hat schon mal den Spruch gehört: „Die meisten machen ihre kurzen Läufe zu langsam und ihre langen, langsamen Läufe zu schnell!“ Also piano, Brüder und Schwestern! „Der kennt sich in diesem Gebiet aus wie in seiner eigenen Westentasche!“, sagte mal jemand in dem Buch „Tom Sawyer und Huckleberry Finn“. Junge, Junge, der muss sich ja verdammt gut hier auskennen, dachte ich damals. So eine Westentasche ist ja sehr übersichtlich. Erst recht, wenn es die eigene ist. Aber seitdem ich laufe, habe ich meine Region verdammt gut kennengelernt. Kein Feldweg, kein Trampelpfad und kein Bordstein, den ich nicht schon gelaufen bin. Ich kenne sogar sämtliche Waldwege, die sich in Wohlgefallen auflösen. Oder auch kleine geteerte Straßen, die sich irgendwann als sehr lange Einfahrt entpuppten, und einen etwas peinlich berührt vor dem Hausbesitzer einen U-Turn laufen ließen. Der Long Run ist zudem das ideale Home-Office. Oder meinetwegen auch Outside-Office. Man hat endlich mal Zeit, ganz in Ruhe über Sachen nachzudenken. In diesem tranceartigen Zustand des langen Laufs denkt es sich gleich doppelt so frei. Ich kenne nicht wenige, die beim langen Lauf ihre besten Ideen hatten. Kein nerviger Ehepartner, der einen daran erinnert, dass man ja schon lange mal dieses eine Regal im Keller aufbauen wollte. Kein TV oder Social Media, die einen ablenken können.

Wenn man Lauffreunde oder Lauffreundinnen hat, wird der Long Run erst zum richtigen Erlebnis. Geteiltes Leid ist ja bekanntlich halbes Leid, und so lässt es sich gemeinsam viel bequemer durch manchen Vorhof der Hölle schreiten. Man kann sich gegenseitig anspornen, schleifen, nerven und, sofern es sich von der Konstellation anbietet, sogar Liebe machen. Es schweißt enorm zusammen, wenn man gemeinsam gelitten hat. Ich habe eingangs gesagt, den Long Run müsse man sich erkämpfen. Lassen sie sich davon bloß nicht einschüchtern. Begreifen sie es als Herausforderung. Ich habe einen kleinen Trick angewandt, um die Distanzen meiner Long Runs effektiv zu verlängern. Der Trick heißt: „Du hast ja doch keine Wahl, denn du musst so oder so wieder nach Hause!“

Der Titel verrät es schon fast. Um meine Distanz schrittweise zu erhöhen, habe ich mir grundsätzlich keine Rundkurse ausgesucht, sondern bin immer ganz stur in eine Richtung gelaufen. Idealerweise entlang einer schnurgeraden Straße. Selbst wenn ich total am Arsch war, habe ich mich gezwungen, 500 Meter oder gar einen ganzen Kilometer dranzuhängen, bevor ich umkehrte. Das bedeutete, dass ich immer jeweils das Doppelte am Ende auf dem Tacho hatte. So kann man sich ganz langsam nach oben hangeln. Das mit Abstand Beste des langen Laufs, wirklich das Aller-Aller- Allerbeste, ist die Zeit danach. Schon auf den letzten Kilometern höre ich Engel meinen Namen singen und Menschenmassen schreien, die mich beglückwünschen.

Wenn ich dann vor der Haustür stehe, der Schweiß alles durchtränkt hat, fühle ich mich, als sei ich von einer Expedition im All zurückgekehrt. Ich begebe mich wieder unter die Sterblichen. Egal was sie an diesem Tag noch machen, niemand kann ihnen diesen Tag noch kaputtmachen. Falsch geparkt? 30-Euro-Ticket? Pfff, mir doch egal, ich bin heute morgen schon 35 Kilometer gelaufen! Die Medaille des langen Laufs ist übrigens der Muskelkater in den Folgetagen. Wer am Dienstagmorgen schwungvoll und ohne Schmerzensschreie aufstehen kann, hat am Wochenende einfach nicht hart genug trainiert. Begrüßen Sie also den Muskelkater mit ausgestreckten Armen, Sie haben ihn sich verdient. Seien Sie ein wenig stolz auf ihn. Bis zum nächsten Long Run.

crosslauf

LÄUFER ABC – C wie Crosslauf

Wer A und B sagt, muss auch C sagen. Und deshalb widmen auch wir uns in der dritten Ausgabe unseres etwas anderen Lauf-ABCs dem C. Und dieser Buchstabe bietet sehr viel Abwechslung: von einem der größten Marathons der Welt, über kohlenhydratreiche Nahrung bis hin zu Konfetti am Straßenrand.

Der Buchstabe C wird in vielen Sprachen je nach Position im Wort oder begleitendem Buchstaben immer wieder anders ausgesprochen. So wandelbar wie dieser Buchstabe ist, so verschieden sind auch die Laufbegriffe, die mit C beginnen. Sicherlich hätte diese Liste noch munter weitergeführt werden können – mit Wörtern wie Crash, Charakter oder Chance, die allesamt mit Themen aus dem Laufsport verbunden werden könnten. Doch wir haben versucht uns auf zehn Begriffe zu beschränken, die im ganz engen Sinne mit Laufen zu tun haben.

Carboloading

In den finalen Tagen vor dem Marathon werden die im Trainingsplan vermerkten Laufeinheiten kürzer, dafür werden bei einigen Läuferinnen und Läufer die Mahlzeiten üppiger und häufiger. Carboloading nennt sich das verstärkte Aufnehmen von Kohlenhydraten, das dazu führen soll, die Glykogenspeicher in den Muskeln aufzufüllen. Was alleine zu Hause am Esstisch schnell anstrengend werden kann, wird im Vorfeld vieler Laufwettbewerbe zu einer gemeinschaftlichen Pasta-Party.

Cheering Points

Und auch das dritte Wort ist englischem Ursprungs. Die Sprache gibt einfach mehr C-Begriffe her als die deutsche. Die Cheering Points, die auch bei vielen Stadtmarathons in Deutschland zu finden sind, sind die Bereiche am Straßenrand mit der lautesten Unterstützung der Zuschauer. Tosender Applaus, Anfeuerungsrufe und gerne auch mal eine Ladung Konfetti – an den Cheering Points fühlt sich jede vorbeilaufende Läuferin kurzzeitig wie die wichtigste Person des kompletten Teilnehmerfelds.

Chicago Marathon

1977 fand der erste Chicago-Marathon statt und seitdem hat sich das Lauf-Event zu einem der größten und wichtigsten Marathon-Wettbewerbe der Welt entwickelt. Die Streckenrekorde halten die Britin Paula Radcliffe (2:17:18 h, 2002) und der Kenianer Dennis Kimetto (2:03:45 h, 2013). Irina Mikitenko ist bislang die einzige Deutsche, die auf der schnellen Strecke gewinnen konnte. Der nächste Startschuss in Chicago fällt am 13. Oktober.

Chip

Die kleinen Laufchips erleichtern seit 1993 die Zeitmessung bei Straßenläufen. Die RFID-Chips wurden von Studierenden der Universität von Nimwegen entwickelt. Der erste große Einsatz erfolgte beim Berlin Marathon 1994. Mit denen an den Schuhen befestigten Chips konnten auf einfache Weise die Netto-Zeiten ermittelt werden. Heute haben die Chips Konkurrenz von schon an den Startnummern festgeklebten RFID-Transpondern bekommen.

Cool down

Das klassische Auslaufen bekommt durch den englischen Begriff „cool down“ einen erheblich hipperen Anstrich verpasst. Hinzu kommt, dass sich hinter „cool down“ nicht unbedingt nur das lockere Laufen am Ende des Trainings verbirgt. Auch ausgiebiges Dehnen oder ein Sprung in ein Eiswasser-Becken können zu der Abkühlungsphase dazugehören. Generell geht es darum, direkt im Anschluss an die Laufeinheit die Regeneration einzuleiten.


Coureur

C comme courer – während es im Deutschen nicht so ganz leicht ist, Laufbegriffe mit C zu finden, beginnt im Französischen direkt das Wort für Läufer (coureur) sowie für Laufen (courir) und Laufsport (course à pied) mit C. Doch Achtung, „coureur“ steht nicht nur für den Läufer, sondern auch für den Radrennfahrer. Wer sich zum Beispiel das Filmdrama „Le Coureur“ aus dem Jahr 2018 anschaut, wird nichts über einen Läufer lernen, sondern etwas über die Geschichte des jungen Radrennfahrers Felix erfahren.


Crew

Eigentlich ist Laufen kein Mannschaftssport. Ganz alleine kann man diesem Hobby nachgehen. Doch immer mehr Menschen wollen eben nicht nur alleine laufen und trainieren. Besonders in den Großstädten wächst die Zahl der Running Crews. Meistens nach dem Feierabend treffen sich die Crews zu einem gemeinsamen Lauf und lassen die Einheiten anschließend gerne noch mit einem kalten Getränk enden – ganz so wie das im Mannschaftssport nun einmal üblich ist.

Crosslauf

Über Stock und Stein geht es beim Crosslauf. Der Querfeldeinlauf beansprucht die Läufer auf eine ganz andere Weise als der klassische Straßenlauf. Die Beinmuskulatur muss auf Anstiege, Hindernisse und wechselndes Terrain regieren. Auch für die Koordination und die Konzentration eine Herausforderung. Die wichtigen Crosslauf-Wettbewerbe finden vor allem im Winter statt. Bei der Crosslauf-WM im März dominierten afrikanische Athleten.

Crosstraining

Auch wenn die meisten Laufverrückten am liebsten nur laufen würden, sollten auch einige Einheiten ohne Laufschuhe zum Trainingsplan gehören. Unter Crosstraining versteht man sportliche Aktivitäten in ergänzenden Disziplinen. Für Läufer kann das unter anderem Radfahren oder Schwimmen sein. Auch diese Sportarten verbessern die Kondition und können durch andere Bewegungsabläufe auch Laufverletzungen vorbeugen.

Crunch

Neben anderen Sportarten sind auch Kräftigungsübungen extrem wichtig für Läufer. Effektiv sind hier zum Beispiel Crunches. Die Bauchpressen kräftigen die Bauchmuskulatur und allen Läufern sollte klar sein, wie wichtig eine stabile Körpermitte ist. Dabei bieten sich auch viele Varianten an, wie die seitlichen Crunches.

 

Text: Ralf Kerkeling

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Saucony – Heritage als Trend

Seit 120 Jahren produziert der amerikanische Laufschuhhersteller Saucony Schuhe. Mit der neuen Originals-Kollektion werden die Erfolgsmodelle aus den 90er Jahren wieder zu angesagten Styles. Zeit für eine Reise durch die Erfolgsgeschichte des Traditionsunternehmens und einen Ausblick auf die Modelle für den Herbst/Winter 2019.

Die Ursprünge von Saucony reichen weit zurück. Im Jahre 1898, zwei Jahre nach dem ersten olympischen Marathon und ein Jahr nach dem ersten Boston Marathon, wurde vor 120 Jahren am Saucon River in Kutztown im US-Bundesstaat Pennsylvania SAUCONY gegründet. „Schnell fließender Fluss“ lautet die Übersetzung des Namens „Saucon“, den die Ureinwohner jenem Fluss gegeben hatten, an dessen Ufer SAUCONY von vier Geschäftsleuten gegründet wurde: William Donnoyer, Thomas Levan, Walter Snyder und Benjamin Reider. Genau an diesem Fluss wurde 1906 die erste Saucony-Schuhfabrik erbaut, die zuerst Kinderschuhe produzierte. Bereits vier Jahre später verlassen rund 800 Paar Schuhe täglich die Fabrik.

Kongeniale Partnerschaft

Im selben Jahr gründete der russische Immigrant Abraham Hyde das Unternehmen „A.R. Hyde & Sons“, und produzierte Slippers und später verschiedene Sportschuhe. 1963 stellte Hyde die Stiefel her, die von Neil Armstrong bei seinem Spaziergang auf dem Mond getragen wurden. 1968 beginnt Saucony die ersten Laufschuhe zu produzieren.

Zur selben Zeit schliessen sich die beiden Firmen, „Saucony Shoe Manufacturing Company“ und „A.R. Hyde & Sons“, zusammen und produzieren weiter Laufschuhe, welche 1977 von einem US-Magazin die Auszeichnung „Best Quality Award“ erhielten. Diese Auszeichnung macht Saucony in der Läuferszene berühmt. Drei Jahre später präsentiert Saucony den „Trainer 80“ – den ersten rutschfesten Laufschuh auf dem Markt.

Siegbringende Technologie

[caption id="attachment_2520" align="alignright" width="204"] Rod Dixon 1983 beim New York-Marathon[/caption]

Seitdem revolutioniert Saucony den Laufschuhmarkt mit immer neuen Technologien. Einen der spannendsten Siege in der Geschichte des Marathons gelingt dem Neuseeländer Rod Dixon 1983 beim New York-Marathon mit einem Saucony-Laufschuh. Nur 400 Meter vor dem Ziel holt er den Führenden ein und stellt einen neuen Streckenrekord auf. Zusammen mit Dixon wird anschließend der Wettkampfschuh DXN Trainer entwickelt.

1981 präsentiert Saucony mit dem Jazz, den technisch besten Laufschuh seiner Zeit. Begründet durch Saucony’s legendäre „Trianguläre-Außensohle“ und optimaler Passform. Der Jazz wird später zum beliebtesten Schuh in der Geschichte von Saucony und zum Herzstück der Saucony Originals Kollektion.

Altbewährtes neu aufpoliert

[caption id="attachment_2514" align="alignleft" width="300"] Andreas Niedrig präsentiert den neuen Ride ISO²[/caption]

Zurück in die Vergangenheit – Saucony bringt den GRID AYA von 1994 in der Originals Kollektion neu raus. Mit dem innovativen Schnürsystem für die schnellen Wechsel beim Triathlon war der GRID AYA einer der angesagtesten Laufschuhe für Triathleten in den 90er-Jahren. 1994 gewinnt Greg Welch den IRONMAN HAWAII mit eben diesem Schuh – dem Grid AYA.

Auch Andreas Niedrig trägt in den 90er-Jahren bereits den Grid AYA bei seinen Rennen. Aktuell ist Andreas in der neuen Markenkampagne von Saucony zu sehen. Heute läuft er den Ride ISO² – dem aktuellsten Modell von Saucony.

Komfortgigant Ride ISO²

Grenzenloser Komfort vom ersten bis zum letzten Schritt, das verspricht das neueste Modell von Saucony. Der neue Ride ISO² ermöglicht ein noch dynamischeres Laufgefühl, eine ideale Dämpfung für lange Strecken und beste Reaktionsfähigkeit für schnelle Einheiten. Saucony präsentiert vier Farben für jeweils Damen und Herren und setzt damit ein deutliches Zeichen für den Ride ISO².

Passend zur Jahreszeit sind die Farben der Damenkollektion von der Farbvielfalt eines Sonnenuntergangs im Spätsommer inspiriert. Die Herrenkollektion hingegen zeigt sich von starken hellen Farben bis zu etwas dunkleren Tönen, die den Verlauf des Sommers bis zum Herbst repräsentieren soll. Der zweite Farbweg hingegen ist insgesamt etwas ruhiger gehalten und zeigt sich bei Damen und Herren in sanften Grautönen. Exklusiv beim Ride ISO² bietet Saucony auch ein schwarzes Modell an: für Damen mit goldfarbenen und für Herren mit blauen Elementen. 

 

 

Innovative Laufschuhe

LAUFSCHUHE – HIGHTECH FÜR DIE FÜSSE

In jedem Jahr kommen neue Laufschuhe auf den Markt. Sie sind das A und O für des Läufers Füße. Die Modelle werden leichter, höher und stabiler– die Auswahl ist schier unendlich groß. Doch was in aller Regel bleibt, ist der Grundaufbau eines Schuhs. Wie sieht es also „unter der Haube“ aus?

aktivLaufen erklärt die grundlegendsten Technikkonzepte. Ein moderner Laufschuh muss viele Ansprüche erfüllen. Er muss funktional und bequem sein, Fehlhaltungen kompensieren, festen Halt geben und die Landung abdämpfen. Damit ein Schuh alle Ansprüche erfüllen kann, muss in ihm jede Menge Know-how verbaut werden. Auch wenn es unzählige Modelle für verschiedene Läufer, Untergründe und Einsatzgebiete gibt, ist der grundlegende Aufbau der Schuhe immer gleich.

DAS MATERIAL

Zunächst fällt einem das Obermaterial oder auch der Schaft des Laufschuhs ins Auge. In den letzten Jahren hat sich hier in modischer Hinsicht einiges getan, und Laufschuhe werden auch von vielen als normale Straßenschuhe getragen. Allerdings sieht das Obermaterial nicht nur gut aus, es erfüllt auch verschiedene Funktionen. Zum einen gibt es dem Fuß festen Halt, es führt ihn und schützt ihn vor dem Umknicken. Zudem ist das synthetische Material bei den aktuellen Modellen atmungsaktiv und wasserabweisend. Die Zehenbox ist meist von einem festeren Material umgeben, damit der vordere Bereich des Fußes besser geschützt ist. Auch an der Zunge ist häufig festeres Material angebracht, damit die Schnürung keine Druckstellen verursacht. Je nach Modell findet man an anderen wichtigen Punkten noch Verstärkungen, die dem Fuß an entscheidenden Stellen zusätzlichen Halt und Führung geben sollen.

Der sogenannte Knöchelkragen ist extra gepolstert, um Reibung zu verhindern, und damit die Ferse nicht aus dem Schuh schlüpft. Einige Trailrunningschuhe haben am Knöchelkragen eine zusätzliche Membran, die höher hinauf reicht als bei normalen Laufschuhen, damit kein Schmutz in den Schuh gelangen kann. Hinten im Schuh ist eine zusätzliche Fersenschale verbaut, die sowohl bei der Passform als auch bei der Fußführung eine entscheidende Rolle spielt. Die Schale selbst besteht meistens aus stabilerem Material wie PVC oder Nylon, umschließt die Ferse und gibt ihr so einen festen Halt. Eine hochwertige Schale ist oft der Grund, warum bessere Schuhe auch teurer sind. Bei Schuhen, die dem Läufer eine besonders hohe Stabilität geben sollen, sind oft noch zusätzliche schützende und stabilisierende Schalen an der Außenseite des Schuhs angebracht.

DAS HERZ DES SCHUHS

Schlüpft man in den Schuh, tritt man zunächst auf die Einlegesohle. Sie soll die Passform verbessern und den Kontakt zwischen Fuß und Zwischensohle herstellen, ohne dabei zu verrutschen. Dabei schont sie die im Schuh fest verbaute Zwischensohle und kann ausgetauscht werden, wenn sie verschlissen ist. Läufer mit Fehlstellungen im Fuß können die werksseitige Einlegesohle gegen eine orthopädische Einlage austauschen. Bei aktuellen ultraleichten Schuhen wird auf die Einlegesohle weitgehend verzichtet. Die Zwischensohle wird oft auch als Herz des Laufschuhs bezeichnet und besteht aus mehreren Schichten. Die Sohle ist die eigentliche Auflagefläche für den Fuß und bestimmt 64 entscheidend das Abrollverhalten.

Aktuelle Sohlen sind meist aus Ethylenvinylacetat (EVA) geschäumt. Hier sind kleine Luftbläschen eingelassen, um das Gewicht zu verringern. Dadurch bietet die Zwischensohle auch ein gewisses Maß an Dämpfung. EVA kann in verschiedenen Dichtungsgraden geschäumt werden. So bekommen die Schuhe verschiedene Härtegrade. Modelle für schwerere Läufer haben eine stabilere Zwischensohle aus Polyurethan (PU). Im Mittelfußbereich werden unter der Zwischensohle oft Torsionselemente verbaut, damit die natürliche Verdrehungsfähigkeit (Torsion) des Fußes erhalten bleibt. Optional werden bei einigen Modellen auf der Innenseite der Sohle Pronationsstützen aus festerem Material verwendet. Diese sollen verhindern, dass der Fuß beim Abrollen zu weit nach innen knickt. Bei Neutralschuhen verzichtet man auf diese Stützen.

BODENKONTAKT

Je nach Modell sind verschiedene Dämpfungssysteme in der Zwischensohle eingebaut. Diese sollen den Aufprall abmindern, damit die Gelenke nicht zu sehr belastet werden. Gedämpft wird mit Luft, Gel oder Gas, mit Kissen oder zusätzlichen Schichten in der Zwischensohle. Die Systeme sind vor allem in der Ferse, teilweise auch im Vorfußbereich enthalten. Allerdings sind Dämpfungen momentan in der Diskussion, da sie das natürliche Laufverhalten stören können. Zudem lässt die Dämpfung nach einer gewissen Kilometeranzahl nach und der Schuh sollte ausgetauscht werden. Ein gestörtes Dämpfungssystem kann den Fuß aus seiner Balance bringen. Daraus können Fehlhaltungen resultieren, die Beschwerden verursachen.

Für festen Halt ist vor allem die Außensohle verantwortlich. Natürlich schützt sie den Läufer auch vor Steinen, Schmutz und Glasscherben. Je nach Einsatzgebiet unterscheidet sich das Profil enorm. Einfache Trainingsschuhe haben eine wenig profilierte Sohle. Je schwieriger das Gelände und je rutschiger der Untergrund wird, desto mehr Profil muss die Außensohle haben. Sie besteht normalerweise aus Hartgummi und Karbongummi, wobei die Bereiche, auf denen man landet, mit Karbongummi verstärkt sind, um eine schnelle Abnutzung zu verhindern. Je nach Einsatzgebiet haben die Außensohlen sogenannte Flexkerben, die die Flexibilität im Vorfuß verbessern und dem Schuh das vom Entwickler gewünschte Abrollverhalten ermöglichen.

UND WER MACHT’S SAUBER?

Dank moderner Technologie und hochwertigen Materialien ist ein Laufschuh sozusagen zum Formel- 1-Wagen für die Füße geworden. Wie ein Hightech-Auto benötigt auch der Hightech-Treter eine besondere Pflege. Sind die Laufschuhe nach dem Training nass und dreckig, sollten sie natürlich auch geputzt werden. Zum einen bringt man keinen Dreck in die Wohnung, zum anderen leidet das Material und die Form, wenn man die Schuhe schmutzig und nass in die nächste Ecke wirft. Früher konnte man seine Sportschuhe fast bedenkenlos in die Waschmaschine werfen. Davon raten wir heute aber dringend ab.

Zum einen greifen die Tenside im Waschmittel den Kleber an, der die verschiedenen Schichten im Schuh zusammen hält. Zum anderen leidet das Obermaterial auch bei geringen Umdrehungen der Trommel. Wer nicht möchte, dass das Material vor seiner Zeit auseinanderfällt, sollte die Laufschuhe unbedingt von Hand waschen. Wie man die Treter am besten reinigt, hängt natürlich auch davon ab, wie verschmutzt sie sind. In jedem Fall ist es besser, sie direkt zu säubern, bevor der Dreck getrocknet ist. Denn außer Schmutz setzen sich auch Pilze und Bakterien an der Oberfläche des Materials ab, die den Alterungsprozess beschleunigen und deshalb besser schnell entfernt werden sollten. Bevor Sie den groben Dreck abwaschen, sollten Sie Schnürsenkel und Einlegesohle entfernen. Diese sollten separat gewaschen werden.

VORSICHT BEI REINIGUNGSMITTELN

Nun kommen die Schuhe dran. Für die Reinigung reichen lauwarmes Wasser und eine weiche Bürste bzw. ein Schwamm vollkommen aus. Reinigungsmittel schaden dem Kleber und dem Gewebe. Spülen Sie groben Schmutz unter fließendem Wasser ab, helfen Sie hier mit Schwamm und Bürste und weichen, kreisenden Bewegungen nach, wenn sich der Dreck nicht von alleine löst. Reiben Sie auf keinen Fall zu stark, da sonst das Gewebe durchgescheuert und Schmutz hineingedrückt wird. Leichte Verschmutzungen werden mit einem feuchten Tuch entfernt. Anschließend trocknen Sie die Schuhe. Das geht gut mit Zeitungspapier, das in die Schuhe gestopft wird. Eventuell müssen Sie das nasse Zeitungspapier ein- oder zweimal austauschen.

Ein anderer Tipp ist, nicht klumpende Katzenstreu in eine Socke zu geben und diese dann in die Schuhe zu stecken. Die Streu saugt Feuchtigkeit auf und wirkt zudem antibakteriell. Das verhindert die Entstehung von Schweißgeruch. Lassen Sie die Laufschuhe auf jeden Fall von alleine trocknen und helfen Sie nicht nach, indem Sie etwa Ihre Schuhe in die Sonne oder an die Heizung stellen oder Sie mit einem Föhn trocknen. Das geht zwar schneller, aber das Material leidet extrem. Ist der Schuh komplett durchweicht, kann es zwei bis vier Tage dauern, bis er trocken ist. In diesem Fall sollten Sie warten und lieber mit einem anderen Paar laufen gehen. Um Schweißgeruch zu vermeiden, können Sie ein Schuhdeo verwenden. Das vertreibt Bakterien, die für den unangenehmen Geruch verantwortlich sind.

LAUFSCHUHE RICHTIG SÄUBERN

1. Einlegesohle und Schnürsenkel entfernen

2. Groben Dreck unter fließendem Wasser abspülen

3. Feinen Schmutz mit Schwamm oder weicher Bürste abwaschen

4. Schuhe zum Trocknen bei Zimmertemperatur aufstellen

5. Mit Zeitungspapier ausstopfen, dieses gegebenenfalls wechseln

6. Warten, bis die Schuhe ganz trocken sind

7. Bei starkem Geruch Schuhdeo verwenden 8. Schuhe anziehen, erneut loslaufen

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Pflichtequipment für Läufer

Jeder Läufer fängt in der Regel gleich an: einmal vom Laufen angetan, wird auf die bereits vorhandenen Sportschuhe zurückgegriffen. Dabei macht man sich keine großen Gedanken, ob der Laufschuh für einen geeignet ist, man möchte einfach nur loslaufen. So habe auch ich mit dem Laufen begonnen. Nach einigen Läufen wurde mir aber schnell bewusst, dass meine billigen Laufschuhe doch nicht die beste Wahl waren. Ich bekam Schmerzen von meinen alten Schuhen und dachte mir, da muss jetzt etwas Ordentliches her. Daraufhin besuchte ich einen Laufsportladen und ließ mich auf meine erste Laufschuhberatung ein. Zunächst war ich überwältigt von dem enormen Angebot und konnte nicht so recht Unterschiede feststellen. Durch die Beratung wurde mir aber schnell bewusst, dass sich Laufschuhe in vielen Eigenschaften unterscheiden und man sich mit dem falschen Laufschuh viele Probleme einhandeln kann, was ich ja bereits selber erfahren musste. Genauso verhält es sich auch mit dem richtigen Equipment für Läufer.

Nachdem ich nun selber einige Jahre im Laufladen gearbeitet habe und etliche Kilometer hinter mir habe, bin ich in der Lage, Equipment für Läufer besser zu vergleichen und Ratschläge zu geben. Es gibt viele Produkte, die das Laufen einfacher gestalten sollen und oft fragt man sich, ob das wirklich benötigt wird. Ähnlich wie beim Laufschuhkauf gibt es für jeden Artikel, sei es ein Laufshirt oder die Laufhose, wichtige Aspekte, die man beim Kauf beachten sollte. Im Vordergrund sollte dabei immer stehen, dass Sie sich in dem Artikel wohl fühlen. Es gibt wahrscheinlich nichts Schlimmeres als ein störendes Textil, welches einem den Spaß am Laufen nimmt. Gerade neues Equipment sollte ja einen extra Motivationsschub für die nächste Laufeinheit verschaffen.

Halten Sie sich auch stets vor Augen, für welchen Einsatzzweck Sie den Artikel benötigen. Es macht wenig Sinn, mit dem coolsten Trailschuh über den Asphalt in der Stadt zu laufen. Eigenschaften wie die Farbe oder Marke sollten bei der Kaufentscheidung in den Hintergrund rücken. Auch der direkte Vergleich im Fachgeschäft gibt einem viel Unterstützung bei der Auswahl. Moderne Laufsportläden besitzen in der Regel die Möglichkeit, das gewünschte Produkt vor Ort zu testen. Seien Sie auch offen gegenüber dem Personal im Fachgeschäft. Im besten Fall hatte der Verkäufer bereits einige Kunden mit denselben Wünschen oder kann Ihnen aus eigener Erfahrung bei der Auswahl helfen. Nutzen Sie auch die Möglichkeit, sich mit Läufern bei Lauftreffs oder Running Communities über Equipment auszutauschen, was Ihren Horizont bei der Suche erweitert. Gerade beim Herantasten an einen neuen Bereich wie das Trailrunning, ist die Erfahrung von langjährigen Läufern nicht zu unterschätzen.

Angemessene Pflege

Es ist ja bekanntlich noch kein Meister vom Himmel gefallen, also scheuen Sie sich auch nicht davor, mal etwas Neues auszuprobieren. Aktuell bringen immer mehr Marken neue aufregende Produkte auf den Markt, sodass für jeden etwas dabei ist. Eine Frage, welche auch oft in Verbindung mit Equipment gestellt wird: Wie lange benötige ich, um mich an meine neue Ausrüstung zu gewöhnen? Um beim Wettkampf keine bösen Überraschungen zu erleben, sollten Sie Lauftextilien mehrere Male beim Training getragen haben. Greifen Sie beim Wettkampf auf Ihre Lieblingstücke zurück, so bleibt der Fokus auf das Laufen gerichtet. Besonders Ihre Laufuhr sollte Sie am Tag X nicht ausbremsen, daher sollten Sie überprüfen, welche Einstellungen und Anzeige beim Wettkampf optimal für Sie ist.

Um lange Freude an ihrer Ausrüstung zu haben, gehört eine angemessene Pflege dazu. Laufschuhe gehören nicht in die Waschmaschine, da Waschmittel die funktionellen Fasern zerstört und sich geklebte Stellen lösen können. Reinigen Sie die Schuhe unter fließendem Wasser und lassen Sie die Schuhe bei Zimmertemperatur trocknen. Für Lauftextilien empfiehlt sich spezielles Waschmittel, was die Membranfunktion schützt sowie Gerüche neutralisiert. Wasserfeste Laufjacken mit speziellen Materialen sollten nicht nach jedem Lauf in der Waschmaschine landen. Besser ist es, diese auszulüften, sodass die Lebensdauer der Membran erhalten bleibt. Behalten Sie bei allen Ratschlägen jedoch stets im Hinterkopf, dass jeder Läufer anders ist und man auf seine eigenen Bedürfnisse und Erfahrungen vertrauen sollte!

Laufschuh

Der Laufschuh ist und bleibt das wichtigste Equipment. Sie sollten vor allem beachten, dass Sie sich wohl in ihm fühlen und es Spaß macht, den Schuh zu laufen. Probieren Sie vor dem Kauf verschiedene Modelle und vertrauen Sie Ihrem Gefühl. Es muss nicht das teuerste Modell sein – wichtiger ist, dass es der richtige Laufschuh für Ihre Ansprüche ist.

Zweitschuh

Bei mehreren Laufeinheiten in der Woche empfiehlt es sich, einen Zweitschuh anzuschaffen. Dadurch beugt man eintönigen körperlichen Belastungen vor und gibt dem Fuß neue Reize. Ideal dafür eignen sich Minimalschuhe zur Stärkung der Fußmuskulatur, ein dynamischer Laufschuh für schnelle Einheiten oder ein Trailschuh für anspruchsvollere Untergründe.

Laufhose

Die richtige Laufhose sollte wie eine zweite Haut sitzen und genügend Bewegungsfreiheit bieten. Für die warme Jahreszeit eignen sich besonders atmungsaktive Tights, in den kühleren Monaten empfiehlt sich wärmendes sowie wetterfestes Material. Probieren Sie sich durch das Angebot der Hersteller, gerade bei Tights ist die Passform entscheidend.

Laufshirt

Das Angebot an Laufshirts ist riesig. Vor allem sollten Sie beachten, dass das Shirt atmungsaktiv und aus einem angenehm zutragenden Material hergestellt ist. Es sollte Sie beim Laufen nicht einschränken und keine störenden Nähte besitzen, welche am Körper reiben könnten. Reflektoren und Taschen für z.B. Schlüssel sind kleine nützliche Gimmicks.

Laufsocke

Von vielen unterschätzt, denn die falsche Socke kann beim Laufen viel Ärger verursachen. Die Laufsocke sollte atmungsaktiv sein, sodass der Schweiß nach außen abgeben wird. Dies verhindert Reibungen im Schuh und somit wird auch die Blasenbildung am Fuß reduziert. Gerade bei längeren Läufen bringt die Laufsocke viele Pluspunkte beim Komfort.

Laufjacke

Um jeder Wetterlage zu trotzen, ist eine Laufjacke unverzichtbar. Die richtige Jacke sollte Sie trocken halten, aber dennoch atmungsaktiv sein. Achten Sie darauf, dass die Jacke Ihnen eine natürliche Bewegungsfreiheit bietet und reflektierende Elemente für die dunkle Jahreszeit besitzt. Praktische Taschen für Verpflegung sind für lange Läufe optimal.

Laufuhr

Wer gezielt trainieren möchte, für den empfiehlt sich eine Laufuhr. Das Angebot ist groß, daher sollten Sie sich genau überlegen, welche Funktionen Sie für das Laufen benötigen. Es empfiehlt sich, die Uhr im Fachgeschäft näher anzuschauen. So können Sie sich mit dem Funktionsaufbau vertraut machen und auch testen, ob sich die Laufuhr angenehm trägt.

Einlegesohle

Mit der richtigen Einlegesohle kann man seinem Laufschuh einen erheblichen Komfortzuschuss verpassen. Je nach ausgeprägtem Fußgewölbe gibt es passende Sohlen, um Ihren Laufschuh besser auszufüllen. Probieren Sie Sohlen im Fachgeschäft mit Ihren Laufschuhen an, dadurch können Sie direkt vor Ort testen, ob eine Einlegesohle das richtige für Sie ist.

Laufshorts

Laufshorts sollten vor allem atmungsaktiv sein und Taschen für Schlüssel oder Verpflegung bieten. Besonders interessant sind Varianten, welche im inneren eine Tight besitzen, so kann man das angenehme Gefühl einer Tight mit einem lockeren Style kombinieren. Auch im Winter lassen sich die Shorts als wärmende Schicht über die lange Lauftight tragen.

Mütze

Besonders im Winter ist eine Mütze beim Laufen unverzichtbar, da der Körper über den Kopf besonders viel Wärme verliert. Auch Varianten mit Mundschutz bringen einen wärmend durch die Kälte. Gerade im Sommer, wenn der Planet drückt, schützt die richtige Cap vor der Hitze. Achten Sie darauf, dass die Mütze atmungsaktiv ist und angenehm am Kopf sitzt.

Text: Jan Lau (Running Culture)

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Ein Schuh für alle Fälle

Trailschuhe sind dann gefragt, wenn Straßenschuhe an ihre Grenzen stoßen: Im Gelände, wenn die Natur die Bodenbeschaffenheit vorgibt. Eine Frage, die sich dabei besonders Neulinge stellen – was unterscheidet eigentlich einen Trail- von einem Straßenschuh?

Augen und Ohren auf. Trailschuhe sehen nicht nur anders aus, sie klingen sogar anders. Wer mit einem Trailschuh über Asphalt läuft, hört es – klack, klack, klack – die Hartgumminoppen des Profils erklingen, erinnern entfernt an einen Fußballer, der durch die Katakomben zum Spielfeld läuft. Die Geräuschkulisse dauert aber nur so lange, bis man auf natürlichen, nicht menschengemachten Boden trifft. Dann wird es nämlich leise, und man schleicht beinahe über die Trails, die Sohle verbindet sich mit dem Boden, spielt ihre Stärken aus und ist voll in ihrem Element, im wahrsten Sinne des Wortes.

Die Auswahl an guten Trailschuhen ist in den letzten Jahren rasant und qualitativ gewachsen. Viele Hersteller haben eine breite Palette an schnellen, robusten und komfortablen Trailschuhen im Sortiment. Doch wo unterscheiden sich die Modelle? Und besonders wichtig: Wie finde ich den Schuh, der zu mir passt? Zunächst sollte man sich im Klaren darüber sein, wo man die Trails unsicher machen möchte. Es ist schon ein entscheidender Unterscheid, ob ich in flacherem Gelände oder im Gebirge unterwegs bin. Für all diese Untergründe oder auch Distanzen gibt es wichtige Eigenschaften, die Sie bei der Auswahl des Trailschuhs beachten sollten.

Obermaterial

Ganz klar, im Trailschuh sollten Sie sich wohl fühlen und dies am besten schon ab dem ersten Hineinschlüpfen. Ein entscheidender Aspekt ist hierbei das Obermaterial. Natürlich kommen zunächst Materialien zum Einsatz, die man auch von den verwandten Straßen-Modellen kennt. Mit einem atmungsaktiven Mesh, was das Abrollverhalten nicht einschränkt, ist man grundlegend gut ausgestattet, mit nahtlosen und leichten Elemente umso mehr. Viele Hersteller rüsten ihre Modelle für ungemütliches Wetter sowie Winter mit einer Gore-Tex Membran aus. Interessant sind dabei auch markenspezifische Obermaterialien. On setzt zum Beispiel bei seinem Cloudventure Peak auf ein Ripstope-Obermaterial, welches bis zu einem gewissen Grad die Füße trocken hält. Ein Mesh-Innenschuh gibt einen Zuschuss an Komfort und bietet viel Schutz vor störenden Fremdkörpern, welche in den Trailschuh gelangen können. Ähnliche Varianten, bei denen die Schuhzunge komplett in den Upper integriert ist, lassen gar keinen Platz für Fremdkörper. Interessant sind dabei Varianten wie der Salomon XA Enduro, wo der Innenschuh zusätzlich bis über den Knöchel reicht.

Schnürung

In Kombination mit dem Obermaterial bekommt man mit Hilfe der Schnürung die optimale Passform. Neben der klassischen Variante mit Schnürsenkeln, hat sich vor allem das Quiklace System von Salomon bewährt. Mit dem Zip-Verschluss lässt sich der Trailschuh einfach und vor allem schnell an die Füße anpassen, verstaut ist die Schnürung praktisch in der Zungenlasche. Ein vom Prinzip her ähnliches System erobert nach und nach die Laufschuhe: das BOA-System. Modelle von Adidas, Asics oder auch Dynafit sind schon mit dem neuen Trend ausgestattet. Der Vorteil ist so einfach wie genial, denn durch Zudrehen erhält man eine kompakte Passform und mit einem Klick kann man diese wieder lösen. Schnelles Nachjustieren der Schnürung sowie Stolperfallen durch zu lange Schnürsenkel sind damit Geschichte. Falls der Trailschuh keine Möglichkeit bietet, um die Schnürsenkel zu verstauen, dann sollte darauf geachtet werden, dass sie nicht zu lang sind. So bleiben Sie nicht hängen und Sie können sich bei Läufen auf die wichtigen Dinge konzentrieren.

Protektion

Für genügend Schutz im Trailschuh sorgen Protektoren, die im gesamten Trailschuh verarbeitet sind. Diese sind meist klug im Design integriert und fallen einem erst beim detaillierten Betrachten auf. Beginnen wir mit der Zehenkappe an der Spitze des Trailschuhs. Die Zehenkappe bietet viel Schutz auf Trails, da es schnell passieren kann, dass man doch mal hängen bleibt. Dies hat mir schon oft, besonders bei steinigen Trails, schmerzlichen Erfahrungen erspart.. An den Seiten befinden sich verstärkte Elemente, die neben dem Fuß auch das Obermaterial schützen. Gerade wenn das Gelände rauer wird, leidet der Trailschuh dadurch nicht zu sehr. In einigen Modellen befinden sich Trittplatten in der Zwischensohle, welche vor durchdrückenden Steinen schützen, was sich besonders bei minimalistischen Schuhen im Alpinen Gelände mehr als hilfreich erweist. Beim Fresh Foam Hierro stattet New Balance den gesamten Trailschuh für einen Rundumschutz mit einer robusten, gummierten Schicht aus, ohne dabei Einschränkungen im Abrollverhalten in Kauf nehmen zu müssen.

Außensohle

Ein wichtiges Element, was den Trailschuh entscheidet prägt, ist die Außensohle, welche natürlich für genügend Grip auf den Trails sorgt. Variationen gibt es viele: Angefangen bei Sohlen, die einen angenehm über Asphaltpassagen laufen lassen, sogenannte Door-To-Trail Außensohlen, bis hin zu aggressiveren Profilen, die einen sicher durch Schlamm bringen oder im Alpinen Gelände Halt liefern. Besonders hier merkt man die rasche Entwicklung, welche durch die Hersteller vorangetrieben wird, ob in Eigenentwicklung oder in Kooperationen mit Gummiherstellern. Hier stechen vor allem die Außensohlen von Vibram ins Auge. In Kooperation mit Hoka One One, Merrell oder auch New Balance – Vibram Sohlen findet man unter vielen Trailschuhen. Diese haben sich bewährt und liefern auf nassen Untergründen und Felsen einen ausgezeichneten Grip. Auch Modelle von Adidas in Kooperation mit Continental können da mithalten. Jahrelange Entwicklungs-Erfahrung besitzt auch Salomon mit der Contagrip Außensohle. Wenn es dann mal im tiefsten Winter über Eis geht, dann sollte man sich Modelle von Icebug genauer anschauen, denn diese besitzen integrierte Spikes in der Außensohle, damit sind auch Läufe auf eisglatten Oberflächen kein Problem mehr. Allgemein sollte bei der Auswahl der Außensohle nicht übertrieben werden, denn schon oft habe ich eine Träne verdrückt, wenn ein Läufer mit einem Salomon Speedcross über den Asphalt gelaufen ist. Klar bleiben manchmal Asphaltpassagen nicht aus, jedoch ist der ausgezeichnete Grip nach einigen Kilometern in der Stadt wie wegradiert.

Dämpfung

In Sachen Dämpfung gehen die Hersteller verschiedenen Konzepten nach. Der allgemeine Aufbau von Trailschuhen ist etwas flacher als bei den verwanden Modellen für die Straße. Jedoch findet man viele schnelle, direkte oder vollgedämpfte Schuhe für alle Distanzen. In Verbindung mit viel Dämpfung darf der Name Hoka One One nicht fehlen. Diese maximal gedämpften Varianten gewinnen immer mehr an Beliebtheit, besonders auf der Ultra Distanz. Dennoch bleiben sie durch ihre geringe Sprengung sehr dynamisch und vermitteln noch ein Feedback des Untergrunds. In schnellen Trailschuhen, die für Wettkämpfe konzipiert sind, findet sich noch ein gutes Maß an Dämpfung, jedoch sollten diese mit Bedacht ausgewählt werden. Nicht jeder Läufer verfügt über eine Athletik eines Kilian Jornet und kann über die Berge fliegen, dies sollte man bei der Auswahl des Schuhs im Hinterkopf behalten. Energierückgewinnung ist das aktuelle Thema für die Straße und so finden sich diese bewährten Materialen auch immer mehr in den Trailschuhen wieder. Sauconys Everun oder Dynaflyte von Asics lassen einen so die Trails dynamisch meistern.

Aussicht

Was erwartet uns in der Zukunft? Zunächst muss man einen Blick auf die aktuellen Modelle werfen und da kann man glücklicherweise auf ein breites und technisch sehr ausgereiftes Sortiment zurück greifen, was vor einigen Jahren noch nicht der Fall war. Für jeden Läufer ist etwas dabei, ob gemütlich über den beliebten Home Trail laufen oder ballern durch die Berge. Interessant ist es auch zu sehen, wie sich immer mehr Technologien in Trailschuhen wieder finden, zum Beispiel die oben beschriebene BOA-Technik. Ich bin sehr gespannt, in welcher Form sich gestrickte Materialen wie Flyknit von Nike oder Individualisierungsmöglichkeiten in den Trailschuhen wieder finden werden. Wir können also gespannt sein, aber bis dahin genießt die Läufe in der Natur und vor allem erkundet diese im Laufschritt

Text: Jan Lau (Running Culture)

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Laufschuhkauf im Internet

Viele Onlineshops locken Läufer mit großzügigen Rabatten und einer breiten Modell-Auswahl. Eine klassische Laufanalyse auf dem Laufband kann dabei nicht durchgeführt werden. Einige Onlineshops haben deshalb eigene Beratungsangebote entwickelt.

Der Weg zu einem neuen Laufschuh dauert heutzutage nur noch Bruchteile von Sekunden. 0,47 Sekunden um genau zu sein. In dieser Zeit hat mir die Suchmaschine 1.940.000 Ergebnisse zu den Suchbegriffen „Laufschuhe online“ aufgelistet. Natürlich sind nicht alle diese Seiten Onlineshops mit großem Laufschuhsortiment, aber es gibt eine Vielzahl von Anbietern, die sich auf den Laufschuhmarkt spezialisiert haben, darunter die Webseiten Jogging-Point, 21run, Runners Point und Shop4Runners. Eins ist von vornherein klar: Eine persönliche Beratung, wie man sie aus dem Fachhandel kennt, fällt weg – das liegt in der Natur der Sache. Das ist oftmals auch eines der Hauptargumente gegen den Kauf von Laufschuhen im Internet. Ohne die Beratung vor Ort, ohne das Anprobieren und Testlaufen von unterschiedlichen Marken und Modellen ist es schwer zu wissen, welcher Schuh der Richtige ist. Der Online-Handel scheint auf diese Vorbehalte einzugehen und bietet mittlerweile vermehrt online-gestützte Laufberatungen an. Diese ist mal mehr, mal weniger komplex, in der Regel aber kostenlos. Meine Neugierde ist geweckt und der Selbstversuch kann losgehen.

Die Anbieter im Test

Ich gehe folgendermaßen vor: Gesucht wird der preisgünstigste Laufschuh, der laut der Online- Beratung am besten zu meinen körperlichen Voraussetzungen und Laufgewohnheiten passt. Dazu nutze ich das jeweilige Beratungsangebot nach bestem Wissen und Gewissen und stelle jeweils eine Nachfrage per Email. Los geht´s bei Runners Point. In der Menüleiste auf „Beratung“ geklickt und schon ist man da. „Service der besonderen Art: Mit dem Laufschuhberater zum perfekten Schuhwerk“ lautet die Überschrift und verspricht einiges. Die Beratung findet in fünf Schritten statt. Nach den einfacheren Kategorien Geschlecht und Gewicht wird es etwas komplizierter: Gefragt ist der Fußtyp. Ob man einen Hohlfuß, Normalfuß, Senkfuß oder Knickfuß hat, kann man anhand eines Tests ermitteln, der in einem kurzen, einminütigen Video erklärt wird. Dann geht es um die Beinachse. Auch hier erklärt ein Video, ob man zu O- oder X-Beinen neigt. Im letzten Schritt wird geschaut, wie sich die Beinachse in der Bewegung verhält. Dieser Test ist nicht ganz einfach auszuführen und es empfiehlt sich, eine zweite Person zu Hilfe zu ziehen. Am Ende dieses etwa zehnminütigen Vorgangs werden passende Vorschläge präsentiert. Bei mir waren es 61 vermeintlich passende Modelle. Diese habe ich nach Kundenbewertungen sortiert und den beliebtesten Schuh ausgewählt: Der „Adidas Ultra Boost“. Ein gut gedämpfter Neutralschuh also. Meine Nachfrage per Email, ob dieser Schuh auch Marathon-tauglich sei, wird nach drei Tagen beantwortet. Aber leider nur insofern, als dass man diese Frage leider nicht beantworten könne und auf eine der Runners Point-Filialen verweist.

Topseller und Schuh-matches

Der nächste Shop ist 21run. Hier suche ich zunächst vergeblich nach eine Schuhberatung. Ich gelange auf eine Seite, auf der verschiedene Schuhtypen beschrieben werden. Unterschieden wird in Überpronations-, Neutral-, Barfuß-, Trailrunning-, Lightweight-, und Wettkampf- Schuhe sowie Leichtathletik-Spikes. Jede dieser Kategorien wird in wenigen Worten beschrieben. Eine individuelle bzw. interaktive Beratung gibt es bei 21run nicht, weshalb eine Beratung nicht stattfindet. Eher werden allgemeine Hinweise gegeben. Ich wähle „Neutralschuhe“ und bekomme 254 Artikel vorgeschlagen. Eine unübersichtlich hohe Zahl. Was tun? Ich sortiere die Schuhe nach Topseller und schlage zu: Da, der Topseller! Um sage und schreibe 68 Prozent reduziert. Es handelt sich um den Krom MTX des mir bis dato unbekannten Herstellers max-Q.com. Meine Nachfrage zum Schuh wird nach 10 Tagen beantwortet. Der Krom MTX ist interessant. Wasserdicht, 360 Grad reflektierend, gut gedämpft. In einem stationären Geschäft, wäre mir dieser Schuh wohl kaum über den Weg gelaufen. Jogging-Point ist der dritte Shop, den ich besuche. Auch hier: Gleich auf der Startseite wird auf den Laufschuh-Berater hingewiesen. Nacheinander werden abgefragt: das Geschlecht, Alter, Gewicht, das Laufpensum, der Laufuntergrund, die Fußform, der Fußaufsatz (Vorfuß-, Mittelfuß, Ferse) und die Beinachse. Das Ganze geht sehr schnell. Sehr knappe Hinweise und Grafiken erklären, wie man die Selbsteinschätzung durchzuführen hat – für Neulinge, die noch nie etwas von Fußaufsatz oder Beinachse gehört haben, sicherlich keine leichte Aufgabe. Im Ergebnis werden mir drei Schuhe vorgeschlagen, jeweils mit einer Match-Zahl. Ich nehme den Schuh, der offenbar am besten zu mir passt, nämlich mit 98 Prozent. Zusätzlich ist der Schuh auch noch um zehn Prozent reduziert. Es ist der „Nike Zoom Fly“. Ich stelle per Email eine Nachfrage, ob dieser Schuh auch für einen Marathon geeignet sei und bekomme innerhalb von wenigen Stunden eine Antwort.

Per Videoanalyse zum Schuh

Shop4Runners steht als letztes auf der Liste. Hier wird gleich auf der Startseite die „Online- Fachberatung“ angeboten. Klingt gut! Es handelt sich um eine Online-Laufanalyse, die 29,95 Euro kosten soll und „professionelle Beratung, individuelle Laufschuhempfehlung und eine sportwissenschaftliche Auswertung“ verspricht. Dazu fülle ich ein Formular aus, beschreibe meine Laufgewohnheiten, meine Ziele und meine bisherigen Schuhe – und werde dann aufgefordert mit dem Smartphone Bild- und Videoaufnahmen zu machen. Also: Schuhe und Socken aus, die Hose hochgekrempelt, die skeptisch dreinblickende Kollegin vom Nebentisch um Hilfe gebeten und fünf Meter barfuß den Flur entlang gejoggt und wieder zurück. Im Anschluss habe ich noch zwei Fotos von meiner Fußstellung gemacht. Gespannt auf das Ergebnis schicke ich die gesammelten Werke ab. Das Ergebnis soll nach maximal drei Tagen da sein. Nach zwei Tagen erhalte ich eine Email. Man könne das Video nicht öffnen, ob ich es auf einem anderen Wege schicken kann. Kann ich. Nach einer weiteren Woche erhalte ich ein zwölfseitiges PDF-Dokument von einer Sport- und Fitnesstrainerin mit meiner Auswertung, zwei Schuhempfehlungen und Tipps zu Ergänzungsübungen. Die Auswertung wirkt professionell und handfest und arbeitet mit Standbildern meiner Videoaufnahme. Das Ergebnis gleicht den bisherigen: Ich benötige einen Neutralschuh. Vorgeschlagen werden der „Brooks Adrenaline GTS 18“ und der „Saucony Kinvara 9“.

Gut beraten im Onlineshop?

Am Ende meiner kleinen Einkaufstour stelle ich fest: Qualitativ unterscheiden sich die Beratungsmodelle zum Teil stark voneinander. Das hängt auch davon ab, ob man bereit ist, wie bei Shop4Runners, Geld zu bezahlen. Begnügt sich der eine Anbieter mit stichwortartigen Beschreibungen von Schuhtypen (21run), bietet ein anderer eine per Video angeleitete Befragung durch. Zu den Schuhen, die mir empfohlen wurden: Es war immer ein Neutralschuh. Hier stimmen sich die Beratungstools also überein. Wird die Online-Beratung von den Kunden angenommen? Ronny Okwieka, von Shop4Runners, gibt Auskunft: „Die Online-Laufanalyse wird in der Tat recht selten genutzt.“ Auf alle Verkäufe gerechnet wären es deutlich weniger als ein Prozent der Kunden, so Okwieka. Sind die Online-Beratungen ratsam? Es kommt darauf an. Einem Laufanfänger ist eher die persönliche Beratung bei einem Fachhändler zu empfehlen. Ein erfahrener Läufer kann die Online-Beratung dazu nutzen, die vielen Schuhe vor zu sortieren, um dann, unter Umständen, auch mal ein Schnäppchen zu machen.

Online vs. stationärer Handel?

Stimmt es denn, dass der Online-Handel den Fachhandel kaputt macht, wie man allerorten hört? Das könne man so nicht bestätigen, sagt Martin Lüchtefeld vom Laufladen Bunert in Köln. „Auf die ganze Online-Geschichte haben wir reagiert, indem wir auf unseren Flächen noch viel besser geworden sind, als wir vor zwölf oder dreizehn Jahren waren.“ Neben den Laufschuhen bietet sein Geschäft nun auch Getränke, Toiletten, Parkplätze und einen regelmäßigen Lauftreff an. „Ich bin ein absoluter Fan des stationären Handels und wir sind da auch sehr erfolgreich mit. Der Umsatz ist heute fünfmal höher wie vor zwölf Jahren“, so der Kölner Ladenbesitzer. Man würde der Zukunft sehr optimistisch entgegensehen, fügt er hinzu. Gibt es Kunden, die sich im Laden beraten lassen, um anschließend im Internet zu kaufen? Das komme selten vor, sagt Lüchtefeld. Und einige der Schuhe seien im Internet nur schwer zu kriegen. Als Beispiel wird Brooks genannt. Woran liegt das? Ich habe bei Lara Hasagic, Marketing Managerin bei Brooks, nachgefragt. „Brooks verfolgt seit drei Jahren eine selektive Distribution, um den stationären Handel zu unterstützen. Das heißt, pure Online-Händler werden nicht beliefert“, erklärt sie. Ein Aspekt wird dadurch sichergestellt: Die Kundenzufriedenheit. „Wir empfehlen immer eine professionelle Beratung durch unsere Händler, um sicherzustellen, dass man auch den richtigen Schuh für seinen perfekten Lauf findet“, so Hasagic. Auf die individuelle Beratung im Fachhandel sollten Läufer also nicht verzichten. Trotz Digitalisierung und vermeintlicher Schnäppchen.

Text: Christian Bruneß

Hoak One One

The Sweetest Cushion – der neue Clifton 5

Time to Fly – das ist das Credo von HOKA One One. Die maximal-gedämpften und trotzdem federleichten Schuhe erfreuen sich immer größerer Popularität. Mit dem Clifton 5, dem beliebtesten Schuh des Herstellers, ist nun die neueste Generation des Straßenschuhs erhältlich.

Der Clifton 5 ist der jüngste Familienzuwachs der preisgekrönten Clifton-Schuhlinie. Er bleibt der Familientradition treu und ist wie gehabt leicht, gemütlich und sehr, sehr schnell. Sein Design zeichnet sich aus durch die für HOKA typische Zwischensohlengeometrie und ein bewährtes Schaumelement für gleichbleibende Dämpfung während der gesamten Lebensdauer des Schuhs. In Kombination mit einem anpassungsfähigeren Vorfuß bietet der Clifton ein geschmeidigeres Laufgefühl denn je. Auch die neue Obermaterial-Mesh- Konstruktion des Clifton 5 mit weniger Stützauflagen als bei den Vorgängerversionen sorgt für noch mehr Atmungsaktivität und Komfort. Die neue Ausführung der preisgekrönten Clifton-Familie wird HOKA-Fans und Einsteiger zugleich begeistern, da er mit seinem neuen Obermaterial spürbar mehr Komfort, eine bessere Passform und ein optimiertes Laufgefühl bietet.

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White Noise – mit Saucony dem Alltagsstress davonlaufen

Das Laufen ist für viele ein Gegenpol zum lauten Alltag. Die White Noise-Life on the Run-Serie von Saucony verleiht den Running-Modellen einen neuen Style, der diesen Aspekt des Laufens auch farblich betont.

Das andauernde Rauschen des Alltags, das „weiße“ Geräusch (White Noise) schafft ein Durcheinander und vernebelt uns schon mal die Sinne. Da ist es Zeit mal durchzuatmen und Ruhe zu finden. Die White Noise Kollektion von Saucony spiegelt genau dieses Phänomen wieder. Ist der Alltag und das Berufsleben heutzutage hektisch und stressverursachend, dann ist das Laufen die Zeit, in der Klarheit herrscht und der Geist sich beruhigen kann. Die Konzentration auf den eigenen Atem, und die fließende Bewegungsabfolge, ein weißes Rauschen, welches Läufern den Ausgleich bietet, den sie brauchen.

 

 

 

 

 

 

Um das zu verdeutlichen hat Saucony allen Running-Modellen einen neuen Style verpasst. Das zarte Weiß und das dezent gesprenkelte Muster verleihen den Performance Laufschuhen ein zusätzliches Etwas, einen alltagstauglichen Style, der sowohl auf der Laufstrecke als auch im Café funktioniert. Die Kollektion besteht aus insgesamt neun Modellen: darunter befinden sich, neben Klassikern wie dem Kinvara und Ride, auch die neuen Modelle: Freedom ISO, Liberty ISO und Ride ISO. Sämtliche Modelle sind ausgestattet mit den bekannten Features der bewährten Running Modelle, einem Plus an weißem Style und rauschigem Look.

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