Bärlauch

Bärlauch: Fit for Fun

Der Bärlauch. Frühjahrsbote. Softe Variante des Knoblauchs. Und eine echte Vitaminbombe. Damit ein perfektes Powerpaket mit Geschmacksgarantie.

Milde Temperaturen, Sonne: Gerade der Frühling lockt, um vermehrt die Laufschuhe zu schnüren. Doch wer im Winter pausiert hat oder nur wenig gelaufen ist, sollte nichts überstürzen. Erschöpfung macht nämlich schlapp, und schlapp macht anfällig für Infekte. Deshalb ist gerade jetzt ein starkes Immunsystem wichtig. Um dem System genügend Unterstützung zu geben, drängt sich für Food & Fun eine hilfreiche Vitaminbombe auf, die im Frühjahr austreibt: der Bärlauch.

Bärlauch ähnelt geschmacklich dem Knoblauch – nicht umsonst nennt man ihn auch „Waldknoblauch“. Tatsächlich ist er mit dem Knoblauch verwandt, beide gehören zu den Amaryllis-Gewächsen. Die Lauchart hat ihren Ursprung in Europa, ist jedoch auch in Nordasien und Nordamerika zu finden. Der bedeutende Unterschied zum Knoblauch: Bärlauch hinterlässt nach dem Verzehr keinen unangenehmen Geruch. Woher der Name „Bärlauch“ stammt, ist nicht eindeutig geklärt. Eine Theorie: Bären verspeisen das Kraut gerne nach ihrem Winterschlaf, um möglichst schnell wieder zu Kräften zu gelangen. Eine andere: Der Name stammt aus dem Germanischen. Sicher ist jedoch, dass „Allium ursinum“ die lateinische Bezeichnung für Bärlauch ist, was im Deutschen so viel bedeutet wie „für Bären geeigneter Knoblauch“. Noch ein paar persönliche Daten: Die Pflanze erreicht eine Wuchshöhe von bis zu einem halben Meter, Vegetationsperiode ist März bis Anfang Juni.

Gesunder und leckerer Bärlauch

Das Frühlingskraut ist nicht nur in der Küche vielseitig einsetzbar, sondern tatsächlich auch sehr gesund. Bärlauch enthält pro 100 Gramm etwa 150 Milligramm Vitamin C, was den kompletten Tagesbedarf deckt. Darüber hinaus bieten 100 Gramm Bärlauch zehn Prozent des Tagesbedarfs an Kalium, auch Eisen (gut für Sauerstoffversorgung und Blutbildung) ist im Kraut reichlich vorhanden. Der enthaltene Aromastoff Allicin, der für den typischen Geruch verantwortlich ist, wird als Heilmittel gegen Husten und Fieber verwendet. Zudem soll Bärlauch Magen-Darm-Beschwerden lindern und den Bluthochdruck senken.

In der Küche lassen sich mit dem Frühlingskraut herrliche Gerichte zaubern. Vielen kommt sofort Bärlauch-Pesto in den Sinn, das bei Puristen nur mit Nudeln serviert wird. Auch Kräuterbutter aus Bärlauchblättern zählt zu den belieben Sidekicks. Das Kraut passt ebenfalls gut zu Kartoffelgerichten oder Salaten – oder auch wunderbar in Suppen. Tipp: Alleine mit Schalotten, Sahne, Salz und Pfeffer sowie Gemüsebrühe lässt sich eine leckere Bärlauch-Suppe kochen.

Generell gilt: Frisch gepflückter Bärlauch sollte nach spätestens zwei Tagen gegessen werden, da Geschmack und Wirkung nach der Ernte stark abnehmen. Bärlauch kann aber problemlos eingefroren und somit haltbar gemacht werden – ganz, in Streifen oder klein gehackt.

Selbst anbauen

Der Waldknoblauch bevorzugt feuchte Böden an Gewässern und in Wäldern, doch man kann das Kraut auch selbst anbauen. Ein geeigneter Platz ist etwa unter einem großen, frei stehenden Baum, unter den nur halbtägig die Sonne fällt. Wichtig: Der Untergrund sollte nährstoffreich sein, also hilft es, Laubreste, Kompost oder andere Pflanzensubstrate bei der Beetbereitung unterzumengen. Der Boden sollte feucht gehalten werden, aber nicht mit zu viel Wasser gesättigt sein. Wer keinen eigenen Garten hat, pflanzt den Bärlauch unter denselben Bedingungen in einem Topf auf dem Balkon an.

Ein Tipp für Läufer: Augen auf bei der Runde! Waldbärlauch wächst vor allem entlang von Flussniederungen und Bächen sowie in schattigen Auenwäldern. Aber erst unbedingt den Rat im gelben Kasten checken und dann … laufen & pflücken! (Text: David Vinzentz)

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