Physiotherapie
Foto: Helge Tscharn

Physiotherapie – Wann gehe ich hin?

Heutzutage gibt es eine Vielzahl von Tools, die den Regenerationsprozess fördern und Verletzungen verhindern können. Warum sollten ambitionierte Läufer dennoch zur Physiotherapie gehen?

Viele Läufer meinen, dass eine Zerrung nach einem kurzen Symptom-Check im Internet diagnostiziert ist. Das ist äußerst fahrlässig. Schließlich prahlen im Internet erfahrene Athleten mit gefährlichem Halbwissen und stellen eine Diagnose ohne Anamnese aus der Ferne. Wer leichte Beschwerden hat und nicht sofort zum Arzt rennen will, sollte einen Physiotherapeuten konsultieren.

Warum gehe ich zur Physiotherapie?

Nach einem langen Aufenthalt im Wartezimmer folgt beim Arzt oft eine fließbandähnliche Diagnose, die mit viel Pech mit dem gefürchteten Satz endet: „Legen Sie mal eine zweiwöchige Laufpause ein.“ Im Zweifel rennt man also von Arzt zu Arzt, nur um das zu hören, was man hören will: „Sie können gerne weiter trainieren, allerdings sollten Sie die Intensität und den Umfang so lange reduzieren, bis die Schmerzen nicht mehr auftreten.“

Bei der Physiotherapie wird Ursachenforschung betrieben. Während Ärzte die Schmerzsymptome deuten und behandeln, werfen Physios einen ganzheitlichen Blick auf den Körper. Stehe ich richtig? Habe ich muskuläre Dysbalancen? Ist eine Muskelpartie verhärtet? Die Frage ist nicht, wie die Schmerzen bestmöglich behandelt werden. Viel wichtiger ist es, herauszufinden, wie die Schmerzen überhaupt entstanden sind.

Wo hilft mir die Therapie?

Auf der einen Seite hilft eine Physiotherapie nach Verletzungen so schnell wie möglich wieder das ursprüngliche Trainingsvolumen zu erreichen. Auf der anderen Seite ist sie gleichzeitig die beste Prophylaxe vor weiteren Verletzungen. Es gibt keine Lösungen, die für alle Menschen gilt. Dafür sind Sportler einfach zu verschieden. Bei der Physiotherapie werden daher für jeden Patienten individuelle Behandlungsmethoden entwickelt. Außerdem wird man beim Physiotherapeuten nicht gleich mit kritischen Blicken gestraft, nur weil man lange Distanzen läuft.

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